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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabus-Fahrer verdienen deutlich weniger
Zwischenüberschrift:
Klage gegen Stadtwerke löst neue Lohn-Debatte aus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Millionenklage zweier Busfahrer gegen die Stadtwerke hat eine Diskussion um die Bezahlung der Fahrer und den innerbetrieblichen Frieden ausgelöst.
Vor allem die Äußerungen von Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes in unserem gestern veröffentlichten Interview reizte Leser zum Widerspruch. Rolfes hatte gesagt, ein Vergleich der Löhne von Stadtwerke-Fahrern und den Fahrern der Stadtwerke-Tochter Osnabus GmbH sei wegen der sehr unterschiedlichen Bedingungen nicht möglich. " Es sind schlicht 30 Prozent weniger", meldete sich ein Stadtwerke-Mitarbeiter zu Wort, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen wollte, weil er Repressalien seiner Vorgesetzten befürchtet.
Stimmen die 30 Prozent? Der Betriebsratsvorsitzende Clemens Haardiek wollte die Zahl nicht bestätigen. Er schloss eine solche Differenz " in Extremfällen" aber nicht aus. Klar sei, dass die Osnabus-Angestellten weniger Geld verdienten als ihre Kollegen, die noch bei den Stadtwerken angestellt seien. Aber auch bei den Stadtwerke-Kollegen gebe es seit mindestens 15 Jahren unterschiedliche Einstufungen. Ein verlässlicher Vergleich der Löhne ist nach Meinung des Betriebsrates wegen der vielen Komponenten wie Betriebszugehörigkeit, Alter oder Familienstand nicht möglich.
Neue Fahrer werden seit 2001 nur noch bei der Osnabus angestellt. Haardiek erinnerte daran, dass die Osnabus gegen den Willen von Betriebsrat und Gewerkschaft gegründet worden war. Seither bemühe sich die Arbeitnehmervertretung, die Bedingungen für die Kollegen schrittweise zu verbessern.
Die Klage der beiden Mitarbeiter unterstützt Haardiek nicht. Es könne keine Rede davon sein, dass Mitarbeiter wegen ihres Alters diskriminiert würden. Im Gegenteil: Der Betriebsrat habe erst in der letzten Betriebsversammlung den demografischen Wandel thematisiert und Projekte vorgestellt, ältere Mitarbeiter an den Betrieb zu binden.
Zwei 52 Jahre alte Busfahrer haben die Stadtwerke jeweils auf eine Entschädigung von 500 000 Euro verklagt. Sie fühlen sich wegen ihres Alters diskriminiert und berufen sich auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Die Entschädigung soll nach Ansicht ihrer Anwälte eine Sanktion darstellen und abschreckend auf Arbeitgeber wirken. Daher die hohe Summe. Offen lässt das Gesetz eine andere Frage offen: Sollen die Kläger Nutznießer der Sanktion sein und eine halbe Million Euro einstreichen? Experten fordern einen Fonds, in den Arbeitgeber etwaige Entschädigungen einzahlen sollen. Aber noch ist bundesweit kein Fall rechtskräftig entschieden.
Autor:
hin


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