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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Balanceakt hoch über den Dächern
Zwischenüberschrift:
Domkreuze abmontiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn die Türme des Domes schon saniert werden, dann aber auch gleich bis in die Spitzen. Gestern wurden die Kreuze an beiden Westtürmen abmontiert. Die Verankerungen im Dachgestühl werden nun erneuert und die rund eine Tonne schweren Kreuze in den kommenden vier Wochen restauriert.
hmd Osnabrück. In den fünfziger Jahren waren die Dachstühle erneuert und die Kreuze aus Eisen aufgestellt worden. Sie bilden mit 52 und 45 Metern die Spitzen des Domes. Die Kreuze wurden an sogenannten Kaiserstielen befestigt, die aus Nadelholz gefertigt waren und mittlerweile in schlechtem Zustand sind. Nun werden die Stiele durch langlebiges Eichenholz gefertigt, berichtet Karl Bachmann, Mitarbeiter vom Stephanswerk, das die Bauleitung innehat.
Auch die nicht gleich aussehenden Kreuze auf dem Südturm ist ein Osnabrücker Rad integriert, auf dem Nordturm hingegen ein Wetterhahn müssen überarbeitet werden: Sie sind in der Oberfläche gerissen und stark verwittert. Nun werden sie per Sandstrahl gesäubert, feuerverzinkt und mit neuem Witterungsschutz versehen. Für die Arbeiten gestern war ein Autokran mit 60 Meter hohem Ausleger notwendig. Die Dachdecker- und Klempnerfirma H. Peschke nahm in rund 50 Meter Höhe die Kupferabdeckungen ab. Anschließend lösten Mitarbeiter des Unternehmens Evers Metallbau, das auch die Restaurierung durchführen wird, die über vier Meter hohen Eisenkreuze aus ihrer Verankerung.
Auslöser der Arbeiten war ein Plakat, das im November vergangenen Jahres am Turm angebracht worden war, um für den Katholikentag zu werben. Dabei wurde festgestellt, dass an der Westfassade durch verrostete Eisenanker und Drahtgeflechte Risse im Mauerwerk entstanden waren. Bei der Eindeckung im Juli waren auch an anderen Stellen Schäden festgestellt worden, sagt Bischofssprecher Herrmann Haarmann. Die Eindeckung des Turms führte schließlich zur Entscheidung, die Kreuze zu restaurieren.
Spielt das Wetter mit, sollen die Turmsanierungen bis zum kommenden März abgeschlossen sein. Insgesamt werden die Arbeiten voraussichtlich 1, 5 Millionen Euro kosten.

Bildtext: Vorsichtig wurde die kostbare Fracht verankert, ehe es abwärtsging. Fotos: Michael Hehmann
Aus luftiger Höhe auf den Boden der Tatsachen: Auf den beiden Fotos rechts ist die unterschiedliche Beschaffenheit der Domkreuze gut zu erkennen: Das eine schmückt ein klassischer Wetterhahn, in das andere ist das Osnabrücker Rad eingebaut.
Autor:
hmd


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