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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
So laut ist es in der Redekerstraße
Zwischenüberschrift:
Anlieger wünschen sich wieder mehr Ruhe in ihrem Wohngebiet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Grundsatzproblem existiert nach Aussagen der Anwohner schon lange: Die meisten Autofahrer, die durch die Moorlandstraße und die Redekerstraße fahren, ignorieren das Tempo-30-Schild.
Seit einigen Monaten habe sich die Lage aber noch verschlimmert: Eine Baustelle leitet seit etwa einem halben Jahr den Verkehr, der früher über die Süntel- und die Lerchenstraße floss, über die Moorland- und die Redekerstraße um. Um den Fahrbetrieb neu zu regeln, wurde unter anderem am Hasefriedhof eine Ampelanlage aufgestellt. Jetzt rasen hier nach Anliegerangaben nicht nur Pkw, sondern auch Busse. Und die Anwohner, die haben langsam genug.
" Unsere Straße wird seitdem als Schleichweg genutzt", erklärt Alfred Schmidt. Als erste Lösung des Problems wurde aus der Umleitung teils eine Einbahnstraße gemacht. " Dadurch ist die Situation etwas besser geworden", so Schmidt. Aber grundsätzlich gelte nach wie vor, dass die Leute in dem Bereich zu schnell führen.
" Ich habe mich kürzlich 15 Minuten ans Fenster gesetzt. In der Zeit sind hier 17 Autos durchgerast", bekräftigt Wolfgang Grändorf. Zu Zeiten des Berufsverkehrs sei die Situation noch schlimmer. 15 000 Busse und circa 120 000 andere Fahrzeuge befuhren die Redekerstraße in den letzten sechs Monaten, rechnete Anwohner Manfred Golla nach einer privaten Messung hoch. Geschwindigkeitskontrollen gab es schon jedoch ohne nennenswerte Folgen. Nachrichten eines Anwohners an die Stadt hätten ebenfalls nichts gebracht. " Bei uns ist mittlerweile der Einduck entstanden, dass sich die Stadt zu wenig um diese Belange kümmert", so Schmidt.
Viele Mieter oder Eigentümer, die aufgrund der ruhigen Lage in die Gegend zogen, ärgern sich nun. Sie wollen nicht meckern, sagen sie, aber sie fürchten auch um ihre Sicherheit: In dem Gebiet leben viele Familien mit Kindern, an der Moorlandstraße ist eine Tagesstätte, viele ältere Menschen sind zudem dort unterwegs. " Und in diesem Gebiet gibt es keine Querstraßen, die Autofahrer werden durch nichts aufgehalten", erklärt Irmgard Grändorf.
Die Anwohner wünschen sich Lösungen gegen die Raserei und hoffen, dass die Baustelle bald verschwindet. " Die Ideallösung wäre für uns, dass das Gebiet für den Durchgangsverkehr gesperrt wird und nur noch für Anlieger frei ist", sagt Schmidt. Eine Möglichkeit, die nach Aussagen des Fachdienstleiters Straßenbau überschätzt wird: Der Abschluss der Bauarbeiten sei mit dem Ende der Herbstferien geplant. Danach würde sich der Verkehr voraussichtlich wieder verlagern, meint Jürgen Schmidt. " Und die Autofahrer, die weiter als Abkürzung durch das Wohngebiet fahren wollen, die hindert auch ein Anlieger-Schild nicht."
Alternativ, schlägt die Anwohnerin Grändorf vor, könne die Stadt die Straße so verändern wie den Haselaischaftsweg in der Nähe: Dort wurden Hindernisse in die Straßen gebaut. " Hier sind die Autos gezwungen, langsam zu fahren", sagt sie.
Eine Möglichkeit, der sich auch die Stadt nicht verschließt, " wenn es ein mehrheitliches Votum ist", betont Jürgen Schmidt. Sollte die Mehrheit der Anlieger in der Redekerstraße für diese Hindernisse in der Fahrbahn sein, könnten sie sich in einem Brief mit einer Unterschriftensammlung an die Stadt wenden. " Wir prüfen dann, an welchen Stellen solche Maßnahmen sinnvoll wären und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen", erklärt der Fachdienstleiter. So lange heißt es noch: abwarten und Raser zählen.

Bildtext: Zu schnell unterwegs: Viele Autofahrer nutzen die Redekerstraße als Schleichweg. Tempo 30 fährt hier kaum einer zum Leidwesen der Anwohner. Die wünschen sich, dass wieder mehr Ruhe vor ihren Häusern einkehrt. Foto: Elvira Parton
Autor:
cko


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