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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wohnhäuser statt Gräber
 
Macht der Friedhof Platz für Häuser?
Zwischenüberschrift:
Immer mehr Urnenbestattungen lassen die Stadt umdenken
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. In der Stadt gibt es Überlegungen, die Erweiterungsflächen für Friedhöfe in Bauland umzuwidmen. Jeder zweite Verstorbene wird heute in einem Urnengrab beigesetzt. Da diese Gräber deutlich weniger Platz benötigen als die Bestattung in einem Sarg, soll nun in einem Gutachten überprüft werden, ob die vor Jahren für die Erweiterung eingeplanten Flächen nahe den Friedhöfen überhaupt noch gebraucht werden. Osnabrück verfügt über 13 Friedhöfe, viele davon sind Begräbnisstätten der früher selbstständigen Gemeinden. Auf insgesamt 93 Hektar können die Osnabrücker zur letzten Ruhe gebettet werden. Weitere 16 Hektar, derzeit noch Acker oder Weideland, stehen als Ersatz bereit. Sollte eine Erweiterung nicht mehr nötig sein, könnten dort künftig Wohnhäuser gebaut werden.Seite 15

Osnabrück. Osnabrück hat viel Platz zum Sterben: Zusätzlich zu den 13 Friedhöfen hatte sich die Stadt vor Jahren weitere elf Hektar sogenannte Erweiterungsflächen reserviert falls es auf den Gottesäckern mal zu eng werden könnte. Weil sich immer mehr Osnabrücker in Urnen bestatten lassen, könnten auf den Erweiterungsflächen bald Wohnhäuser stehen.
Von Stefan Prinz
Osnabrück. Jetzt im Herbst haben 15 Mitarbeiter des städtischen Eigenbetriebs Grünflächen und Friedhöfe besonders viel zu tun: Sie kümmern sich um die Pflege von Rasen, Bäumen und Sträuchern auf den insgesamt 93 Hektar der 13 städtischen Friedhöfe. " Da kann es schon mal passieren, dass jetzt im Herbst das Laub einen Tag länger liegen bleibt", erklärt ihr Chef, Eigenbetriebsleiter Axel Raue. Würde die Stadt mehr Personal zur Grünflächenpflege einstellen, stiegen auch die Friedhofsgebühren, so Raue. Schließlich müsse der Eigenbetrieb kostendeckend arbeiten.
Vor einigen Jahren rechnete man im Rathaus sogar damit, dass in Zukunft noch mehr Platz für Gräber benötigt wird und damit noch mehr gepflegt werden muss. Insgesamt 16 Hektar am Rand der jeweiligen Friedhöfe hat sich die Stadt als so genannte Erweiterungsflächen reserviert. Diese Flächen grenzen an die bestehenden Friedhöfe und werden derzeit zum Beispiel als Acker oder Wiese genutzt.
Jetzt hat die Stadt mit dem Friedhofnutzungskonzept ein Gutachten in Auftrag geben, das klären soll, ob diese Flächen überhaupt noch gebraucht werden. Vor zehn Jahren lag der Anteil der Urnenbestattungen bei 40 Prozent. Das hat sich geändert. Mittlerweile lässt sich jeder zweite Verstorbene auf einem der Osnabrücker Friedhöfe in einer Urne beisetzen. Die Folge: Für die kleineren Urnengräber wird weniger Platz benötigt. Das macht die Erweiterungsflächen möglicherweise überflüssig und die könnten laut Behördensprache " umgenutzt" werden. Denkbar sei, ein Teil dieser Flächen als Bauland auszuweisen. Dann könnten in ein paar Jahren Wohnhäuser dort entstehen, wo ursprünglich Gräber geplant waren. Auch dazu soll das Friedhofnutzungskonzept Stellung beziehen. " Entschieden ist derzeit noch nichts", betont Axel Raue. Auch Bestatter und Bürger würden in die Entscheidungsfindung einbezogen, bevor voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres das fertige Konzept mit seinen Empfehlungen vorliege.
Das Friedhofs-Gutachten soll sich aber nicht nur mit den aktiven Gottesäckern befassen: Derzeit werde auch diskutiert, so Raue, ob auf dem Hase- und dem Johannisfriedhof nach jahrelanger Pause in Zukunft wieder bestattet werden dürfe. Beide historischen Friedhöfe sind als Baudenkmale eingestuft. Aber ein Baudenkmal könne auch gut erhalten werden, indem es genutzt werde, sagt der Betriebsleiter.

Bildtext: Weniger Platz für Gräber: Weil sich immer mehr Osnabrücker in einem Urnengrab beisetzen lassen, benötigen die städtischen Friedhöfe wohl künftig weniger Fläche als geplant. Foto: Michael Hehmann
Autor:
prin


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