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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wenn Müll krank macht
Zwischenüberschrift:
Schüler befassten sich mit Problemen in der Dritten Welt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Was passiert mit dem Müll? Mit dieser Frage beschäftigten sich Jugendliche der Käthe-Kollwitz-Schule in letzter Zeit genauer. Vier von ihnen erarbeiteten in einem Projekt eine Powerpoint-Präsentation und zeigten ihren Klassenkameraden, was sie zum Thema Müll in der Dritten Welt wissen sollten.
Von Claudia Kolbeck
Osnabrück. In Afrika leben Kinder direkt neben Müllkippen. Familien waschen ihre Kleidung in verdreckten Flüssen. Die Menschen werden durch die großen Mengen Giftabfall krank: Alarmierende Zustände zeigten Mira Meta, Robin Dirks, Serce Dönger und Pascal Leuschner in ihrer Dokumentation. Sie veranschaulichten aber auch, dass schon viele Initiativen gestartet wurden, um das Müll-Problem zu bekämpfen. Ihr Ziel: Sie wollten ihre Mitschüler bewegen, sich genauer mit der Problematik auseinanderzusetzen.
Zuvor hatten die vier Schüler an mehreren Nachmittagen wichtige Fakten gemeinsam mit Dirk Steinmeyer von der Süd-Nord-Beratung erarbeitet. Das Thema Müll wird seit einigen Wochen fächerübergreifend im Unterricht der Hauptschulklasse behandelt.
Nur informierte Kinder können ihr Verhalten ändern, erklärte Lehrerin Brigitte Vollmer den Umfang des Projekts. " Wenn man immer die Augen vor den Problemen verschließt, kann man nicht über den Tellerrand schauen."
Gerade deswegen war es Dirk Steinmeyer als Betreuer des Projekts auch so wichtig, den Schülern Positivbeispiele zum Thema zu zeigen um sie zu sensibilisieren. Ein Grund dafür, dass die Präsentation dann im 3. Welt-Laden war. " Hier ist das Thema nicht abstrakt, sondern authentisch", begründete er.
Und die Schüler? Die haben etwas gelernt. " Ich achte jetzt genauer darauf, den Müll zu sortieren", sagte Robin Dirks. Dass Abfall nicht gleich Abfall ist, erfuhren die Schüler auch noch. Die Projektgruppe zeigte ihnen, wie in der Dritten Welt aus alten Getränkepackungen coole Taschen werden und dass man aus Müll auch tolles Spielzeug basteln kann. Und dass die Straßenkinder durch den Erlös dieser Arbeiten, die von Wohltätigkeitsverbänden gesteuert werden, verhältnismäßig lange leben können.
Mit einem klaren " Toll" bewerteten die Klassenkameraden dann auch die Präsentation. Im Aktionszentrum 3. Welt haben sie etwas Wichtiges gelernt.

Bildtext: Spielzeug und Mode aus Müll: Mira Meta, Robin Dirks und Serce Dönger (von links) zeigten ihren Mitschülern, was man aus Abfall so alles machen kann. Auf dem Bild fehlt Pascal Leuschner. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
Claudia Kolbeck


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