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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Doppelter Abschied hält besser
Zwischenüberschrift:
Britische Militärkapelle holt verregnetes Konzert in Osnabrück nach
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zum Abschied wollte er mit seiner Kapelle " Time to say Goodbye" spielen das hatte sich Musikdirektor Major Douglas Robertson fest vorgenommen. Der erste Versuch fiel ins Wasser. Nun bekam die " Band of the Scots Guards" eine zweite Chance: Gestern kamen die Musiker erneut nach Osnabrück, um sich mit einer Parade auf dem Nikolaiort offiziell zu verabschieden.
Mehrere Hundert Zuschauer nutzten noch einmal die Chance auf den Anblick der Bärenfellmützen und den traditionellen Auftritt. Bei der eigentlichen Abschiedsparade am 19. Juli wurden Musiker und Zuschauer so nass, dass das Programm abgebrochen wurde. Nun spielte die Kapelle endgültig ihr letztes " Freedom of the City-Konzert" in Norddeutschland bei strahlendemHerbstwetter diesmal. Tränen gab es nicht zum Abschied. Aber viele traurige Gesichter.
Osnabrück wird ohne die Auftritte der Band etwas fehlen darin waren sich die Zuschauer einig. " Ich bin jedes Jahr mit meinem Mann zum deutsch-britischen Konzert in die Stadthalle gegangen", sagte Gertrud Nigawski. Seit 55 Jahren lebt sie in Osnabrück. Der Aufmarsch der britischen Kapelle gehört für sie einfach dazu. " Ich kann das nicht erklären, aber ich liebe das einfach", sagte sie. Die letzte Chance auf den Anblick der Band wollte sie sich daher nicht entgehen lassen.
Per Zufall sahen Stefan Mertin und Lavinia Reck, Musiker am Theater, das Konzert. " Das ist ein spektakulärer Abschied, ich habe das noch nie live gesehen", staunte sie. Dass die englische Art beim Musizieren noch einmal eindrucksvoll deutlich wird, befand er. " Die Engländer lieben leise Töne, die Band hier spielt ihr Repertoire wirklich gut", so Mertin.
Das Programm reichte von Elton John und Frank Sinatra über moderne Filmklassiker bis hin zu Puccinis " Nessun Dorma". Von allen Seiten wurden Kameras gezückt. Und bei der Zugabe klatschten dann fast alle mit.
Major Douglas Robertson verließ den Nikolaiort schließlich mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Der Musikdirektor lebte seit 1976 in Osnabrück und muss der Friedensstadt nun endgültig den Rücken kehren. Lachend ging er andrerseits, weil sich sein Wunsch nun doch noch erfüllte: Er konnte zum Zapfenstreich " Time to say Goodbye" spielen.
Eine Bildergalerie
zum letzten Auftritt der
Kapelle ist im Internet
unter www.neue-oz.de/
bildergalerien zu finden.

Bildtext: Time to say Goodbye: " The Band of the Scots Guards" marschierten gestern zum letzten Mal in der Friedensstadt auf. Hunderte Osnabrücker kamen zum Abschiedskonzert. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Claudia Kolbeck


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