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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sporttreiben und Arbeiten
Zwischenüberschrift:
Pläne für die Nachnutzung der von Briten geräumten Kasernen und Häuser
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Abzug der Briten hinterlässt in Osnabrück tiefe Spuren. Ein halbes Jahr lang erarbeiteten 80 Bürger und Fachleute im bislang größten Beteiligungsverfahren zur Stadtplanung Ideen zur Nachnutzung. Die Kaserne am Limberg soll demnach zu einem Sportzentrum im Grünen entwickelt werden, auf dem Gelände der Winkelhausen-Kaserne am Hafen könnte ein Arbeitsstandort entstehen.
Osnabrück. Die im " Perspektivplan Konversion" gebündelten Konzepte zur Verwertung der Militärflächen in Eversburg/ Atter, Westerberg, Hafen und Dodesheide wurden Ende August vorgestellt.
Die Öffentlichkeitsbeteiligung brachte die Idee hervor, auf den zum Hafen gelegenen Flächen der Winkelhausen-Kaserne Gewerbeansiedlung zu ermöglichen. Hier könnten sich Logistik-Unternehmen niederlassen. Das Land Niedersachsen möchte die geräumten Mannschaftsquartiere rund um die Exerzierplätze als Behördenzentrum nutzen. Dienststellen der Polizei, die Finanzämter von Stadt und Landkreis und die Landesschulbehörde sollen hier untergebracht werden.
Die Dodesheide und der Sonnenhügel sind im besonderen Maße vom Abzug der Briten betroffen. Hier steht die Limberg-Kaserne, und in diesen beiden Stadtteilen waren die meisten Soldaten untergebracht. Gut 1070 der insgesamt 1400 von britischen Armeeangehörigen genutzten Wohneinheiten befinden sich im Osnabrücker Norden. Die Hälfte des Bestands bei Geschossbauten sei bereits neu vermietet, sagt Hans-Jürgen Flesner, Vorsitzender des Bürgervereins Nord-Ost. Ein anderer Teil steht demnächst zur Nachvermietung an.
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bringt die Briten-Wohnhäuser im kommenden Jahr auf den Markt. Sie sind wegen ihrer guten Lage begehrt. Der Fachbereich Städtebau erwartet Veränderungen durch die neuen Eigentümer, etwa den Ausbau von Dachgeschossen, Hauszusammenlegungen oder veränderte Grünanlagen. Doch die wesentlichen Merkmale der 50er-Jahre-Siedlungen sollen erhalten bleiben, verdeutlichte Fachbereichsleiter Franz Schürings. Die neuen Bebauungspläne werden nun im Stadtentwicklungsausschuss besprochen.
Ein Ergebnis der Workshops zu den geräumten Flächen der Streitkräfte war, dass der Kasernenstandort Dodesheide ideale Voraussetzungen für Sport, Freizeit und Wohnen mitbringt. Die britischen Soldaten hinterlassen ein 70 Hektar großes Areal in Hanglage am Wald mit einer modernen Turnhalle und vier Sportplätzen, die demnächst von den Sportvereinen genutzt werden sollen.
Die Fahrzeughallen im nördlichen Teil des Geländes zur Vehrter Landstraße hin könnten für Gewerbe zur Verfügung stehen. Die Bürger schlagen im Perspektivplan zudem vor, die demnächst überflüssige Straße Am Limberg zurückzubauen und stattdessen eine neue Verbindung zwischen Ickerweg und Vehrter Landstraße über das Kasernengelände zu schaffen. Das kleine Krankenhaus der Briten solle erhalten werden.
Die Stadt wird die Konversions-Pläne bei der Immobilienmesse Expo Real im Oktober in München möglichen Investoren präsentieren.

Bildtext: Wo jetzt noch Stacheldrahtzäune den Zugang zur Limberg-Kaserne an der Vehrter Landstraße versperren, könnte nach dem Willen einer Planungsgruppe zur Nachnutzung der Briten-Flächen bald ein Sportstandort im Grünen entstehen. Fotos: Heike Dierks
Für den am Hafen gelegenen Teil derWinkelhausen- Kaserne schlägt das Gremium aus Bürgern und Experten im " Perspektivplan Konversion" eine Zukunft als Gewerbestandort vor. Im Haste zugewandten Abschnitt möchte das Land ein Behördenzentrum errichten.


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