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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die letzten Schüler haben Pech gehabt
Zwischenüberschrift:
Bus völlig überfüllt – Stadtwerke suchen Lösung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Rainer Hafke muss jeden Morgen drücken, damit sein zehnjähriger Sohn in den Schulbus kommt. Die Einsatzwagen der Stadtwerke Richtung Schulzentrum Sonnenhügel sind einen Stopp vor der Angelaschule regelmäßig überfüllt.
Das Einsteigen wird so zum schwierigen Manöver. Viele der Kinder werden gar nicht mehr mitgenommen und bleiben auf der Strecke. Seit Schuljahresbeginn begleitet Hafke seinen Filius daher jeden Morgen zur Haltestelle Bramstraße. Die Stadtwerke bemühen sich derweil um Abhilfe.
Vor Schulbeginn fahren zwei Einsatzwagen zum Schulzentrum Sonnenhügel, um 7.30 und um 7.38 Uhr. Da der zweite Bus sich regelmäßig verspätet und das Schulzentrum daher nicht rechtzeitig vor Unterrichtsbeginn erreicht wird, ist Hafkes Sohn auf den Wagen um 7.30 Uhr angewiesen.
" Die Busfahrer lassen grundsätzlich vorne keine Schüler einsteigen. Sie öffnen an der Bramstraße nur die hintere Tür. Aber da stehen schon dicht gedrängt viele größere Schüler, die am nächsten Halt bei der Angelaschule aussteigen wollen", schildert Hafke das tägliche Szenario. Sein Sohn und andere Schüler kämen da nicht rein. Sie stünden vor einer Wand von Schulranzen.
Hafkes Sohn geht daher nicht mehr allein zur Haltestelle. Doch auch der Vater kann oft nicht viel ausrichten: Er rufe in den Bus hinein und schiebe von außen, um seinen Sohn unterzubringen. Dabei ist auf den Gängen meistens noch Platz, die Schüler rücken aber nicht durch, weil sie kurz nach dem Halt aussteigen müssen.
Busfahrer warten nicht
" Die Situation ist katastrophal, und die Busfahrer sind ignorant", äußert er. Die Fahrer warteten nicht, bis die Schüler im Bus seien. Nach einiger Zeit schlössen sie die hinteren Türen einfach wieder, auch wenn viele Wartende gar nicht einsteigen konnten. Sein Sohn oder dessen Tornister seien dabei bereits von den sich schließenden Türen eingeklemmt worden.
Es sei auch schon vorgekommen, dass der Fünft klässler der Wittekind-Realschule so beide Busse verpasste und vom Vater mit dem Auto zur Schule gebracht werden musste.
Hafke hofft nun auf ein Einlenken der Stadtwerke, die er auf die Situation aufmerksam gemacht hat. " Die Stadtwerke erhalten Geld dafür, dass sie jeden Schüler befördern. Da muss der Fahrplan so gestaltet werden, dass es keine Probleme gibt. Als Eltern muss man sich darauf verlassen können, dass das Kind pünktlich zur Schule kommt."
Schüler sollen laufen
Die Stadtwerke suchen derzeit nach Lösungen. " Wir prüfen, ob der zweite Einsatzwagen um 7.38 Uhr eventuell drei Minuten früher fahren kann", erklärt Katrin Hofmann von den Stadtwerken.
Ein dritter Bus könne aus Kostengründen nicht eingesetzt werden. Der alternative Vorschlag des Unternehmens: Hafkes Sohn und andere Betroffene sollen erst an der nächsten, einige hundert Meter entfernten, Haltestelle St. Angela einsteigen. Dort sind die Busse dann leerer.
" Das ist nicht Sinn der Sache, dass die Kinder weiter gehen müssen, obwohl sie eine Haltestelle in ihrer Nähe haben", entgegnet Rainer Hafke.
Doch gestern Morgen gab es kurzfristig unkonventionelle Hilfe: Ein Mitarbeiter der Stadtwerke hielt im Bus an der Station Bramstraße die Türen frei.
Autor:
Heike Dierks


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