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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wollen Osnabrücker nichts geschenkt?
Zwischenüberschrift:
Kleingärtner besorgt: Ihre Ernte wird nicht mehr abgeholt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Morgen ist Erntedankfest, und auch die Osnabrücker Kleingärtner werden sich dann an die üppigen Erträge dieser Saison erinnern. Einige sind jedoch auch nachdenklich gestimmt. Überschüssiges Obst und Gemüse, das sie verschenken wollten, wurde nicht mehr abgeholt.
Karl-Heinz und Edda Holthausen haben so etwas in den vielen Jahrzehnten ihrer Kleingärtnerarbeit noch nicht erlebt. Bei ihnen im Verein Deutsche Scholle war es eine verankerte Tradition: Immer, wenn geerntet wurde, legte das Rentnerehepaar einen Teil iseines Gemüses und Früchte auf die Hecke seiner Gartenparzelle.
Viele der über 700 Gartenbesitzer im Verein haben das so gemacht. Freunde und Bekannte, aber auch bedürftige Menschen, die so Geld beim Einkauf sparen können, sollten die Lebensmittel mitnehmen. In der Vergangenheit hat der Abhol-Service reibungslos funktioniert doch plötzlich scheint niemand mehr Interesse an den gratis Lebensmitteln zu haben. " Es flaut immer mehr ab", sagt Karl-Heinz Holthausen, der zusammen mit seiner Frau fast jeden Tag einige Stunden in seinem Schrebergarten verbringt. " Wir sind immer hier", unterstreicht Holthausen die Liebe zu seinem Garten und der kleinen anheimelnde Hütte mit Spitzdach. Die Holthausens sind ratlos.
Will niemand mehr ihr Obst? Karl-Heinz vermutet, dass die Tradition über die Jahre in Vergessenheit geraten ist. Nun hofft er, dass sich die Menschen wenigstens im nächsten Jahr wieder an die Geschenke erinnern.
Aber auch in diesemHerbst gibt es noch eine Chance auf den knackigen Gratis-Genuss: Die letzen Zucchini werden in den Gärten noch geerntet. Und auch reife Äpfel hängen in großen Mengen an den Bäumen.
Die Gartenfreunde warnen allerdings auch: Mitgenommen werden dürfe nur, was auf der Hecke liegt und offensichtlich verschenkt werden soll. " Wer in einen Garten einsteigt und sich selbst an den Bäumen bedient, macht sich strafbar", sagt mit deutlichen Worten Wolfgang Pfitzner von den Kleingärtnern am Schinkelberg.

Bildtext: Äpfel und Zucchini für lau: Das Rentnerehepaar Karl-Heinz und Edda Holthausen legt überschüssiges Obst und Gemüse nach jeder Ernte auf die Hecke ihres Schrebergartens. In diesem Jahr nahmen nur wenige Passanten dieses Geschenk an. Foto: Jörn Petring
Autor:
jpet


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