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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Briten und ich – Leser berichten
Zwischenüberschrift:
Schon zu Ostern in Kniestrümpfen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kalte Beine? Es ist in den frühen bis späten sechziger Jahren gewesen. Eine Geschichte, die sich immer wiederholte. Eine Großtante von mir lud zur Osterzeit alle Kinder der Verwandtschaft zum Ostereiersuchen ein. Ihr Wohnhaus lag in unmittelbarer Nähe der Wohnsiedlung der Briten. Nun war es zu der Zeit mit dem Wetter um Ostern auch nicht besser als heute. Also eher kühl als warm. Meine Familie und ich fuhren also los, ich in wärmenden Strumpfhosen zum modischen kurzen Faltenrock, den kleine Mädchen an hohen Feiertagen nun mal trugen. Kurze Zeit später passierten wir die englische Siedlung, und da sprangen sie herum, englische Mädchen in Kniestrümpfen! Wetterlage völlig bedeutungslos. Dann ging im Auto das Theater los, wie meine Eltern es nannten. Endlose Diskussionen (warum dürfen die das und ich nicht?), Heulerei und Gemecker und ein Bruder, der genervt die Augen verdrehte. (Was verstand der schon von Mode?). In all den Jahren habe ich nie eine für mich einleuchtende Erklärung bekommen, warum junge Engländerinnen nicht so kälteempfindlich sind und warum sie so verständnisvolle Eltern hatten. Und dass alle später eine Blasenentzündung hatten, stimmt sicher auch nicht. Nun, das Thema hat sich heute erledigt, Faltenrock und Kniestrümpfe sind passé, aber meine Vorliebe für " strumpflose" Beine habe ich behalten.
Kerstin Hülsmeyer-Suntrup, Belm

Sprachengewirr: Als es noch die Deutsche Bundespost gab, war ich unter anderem Schalterbeamter bei der Hauptpost am Bahnhof, Theodor-Heuss-Platz. Folgendes trat ein: Ein englischer Offizier in tadelloser Uniform, natürlich mit seinem Stöckchen unter dem Arm, trat an meinen Schalter und verlangte in seiner Landessprache Briefmarken. Daraufhin erwiderte ich auf Englisch, wenn er sich schon in Deutschland befinde, könne er auch die deutsche Sprache benutzen. In Großbritannien müsse ich im Urlaub auch die Landessprache beherrschen. Seine Antwort in Englisch darauf: " Ich bin englischer Offizier und brauche kein Deutsch zu sprechen." Meine Antwort: " Ich bin deutscher Postbeamter und brauche kein Englisch zu sprechen." Er sah mich erstaunt an, und auf einmal lächelte er, und er sprach in perfektem Deutsch. Seine nächsten Besuche vollzogen sich in deutscher Sprache.
Reinhard Thalwitzer,
Osnabrück
Autor:
Kerstin Hülsmeyer-Suntrup / Reinhard Thalwitzer


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