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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
TÜV-Plakette für die Windmühle
Zwischenüberschrift:
Kraftwerk auf dem Lechtenbrink hat technische Routine-Überprüfung bestanden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nicht nur das Auto muss alle zwei Jahre zum TÜV. Auch Windkraftanlagen. Jetzt stand das 77 Meter hohe Windrad auf dem Lechtenbrink auf dem Prüfstand. Ein Rundumcheck der besonderen Art. Neben der Anlagenprüfung auf der Turmspitze stand die Gittermastprüfung auf der Tagesordnung. Eigens dafür fanden sich Diplomingenieur Dieter Teepe als unabhängiger Sachverständiger und zwei sogenannte Industriekletterer ein, um die Anlage auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Untersuchung dauerte drei Stunden. Die Anlage ist, so Dieter Teepe, " für den zehnjährigen Betrieb sehr gut in Schuss". So lange dreht sich das Rad in Darum und erzeugt jährlich an die eine Million Kilowattstunden (kW/ h) Strom. Betrieben wird die Mühle von der Betreiberfirma Windenergie Osnabrück (WEO). Neben der Anlage in Darum unterhält WEO noch einen gleichen Turm in Lotte-Haalen.
Durch die Einführung des Stromeinspeisegesetzes im Jahre 1991 erfuhr die junge Energiebranche ihren ersten Boom. Es entstanden viele kleine, mittlerweile auch große Unternehmen, die mit erneuerbarer Energie Geld verdienen. André Gehrke, Aufsichtsratssprecher und technischer Leiter der WEO, spricht von " starkem Idealismus", der vor allem anfangs ausschlaggebend war. Der führte in über 20 Jahren dazu, dass heute 10, 6 Prozent des Stroms in Deutschland durch Windenergie erzeugt werden.
In Osnabrück ging es schon Mitte der Achtziger los. Es gründeten sich gerade hier etliche Unternehmen. Es entstand der BWE, der " Bundesverband Windenergie e. V.", der bis heute seine Bundesgeschäftsstelle in Osnabrück unterhält. Der BWE ist ein Branchen- sowie Interessenverband. Es werden Hersteller, Betreiber und Gutachter vertreten. Ihnen bietet der Verband eine gemeinsame Plattform sowie gemeinsame Stimme für Öffentlichkeits- und politische Arbeit bezüglich Windenergie.
Ein kleiner, aber wichtiger Teil ist das Windrad in Darum, das nun wieder zwei Jahre Zeit hat bis zum nächsten Pflichttermin. Nachdem die Kletterer sich abgeseilt hatten, wirkte André Gehrke zufrieden und schloss den Tag mit den Worten: " Es ist wichtig, erneuerbare Energiegewinnung voranzutreiben, aus wirtschaftlicher sowie ideeller Sicht."

Bildtext: Wie ein Bergsteiger sieht Boris Rudolph aus. Der Industriekletterer gehört zu dem Team, das die Windkraftanlage auf dem Lechtenbrink inspizierte. Denn auch Windmühlen müssen zum TÜV, ganz wie ein Auto. Fotos: Uwe Lewandowski

Als Sachverständiger prüfte Diplomingenieur Dieter Teepe die Anlage auf Herz und Nieren.
Autor:
slot


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