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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ausflug ins Mädchenviertel
Zwischenüberschrift:
Am Anfang und am Ende der Magdalenenstraße stehen zwei baugleiche Häuser
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ausnahmsweise drei Bilder gibt es in der heutigen Zeitreise. Sie führen an die Magdalenenstraße am Kalkhügel. Diese Straße gehört zum sogenannten " Mädchenviertel", wie auch Herminen-, Klara-, und Marthastraße.
Benannt sind die Straßen nach den Frauen der Geschäftsführer des Gemeinnützigen Bauvereins, den der Superintendent Balduin Weidner 1894 gegründet hatte. Sein Ziel war es, Häuser für einkommensschwache Familien zu errichten und ihnen zu Gärten zu verhelfen.
1901 hatte der Verein dazu das Gelände zwischen der Sutthauser Straße und der Brinkstraße erworben. Bis 1919 wurden über 100 Häuser an der Madgalenen-, Herminen-, Klara- und Marthastraße sowie an der Brinkstraße errichtet. Das Gleiche gilt für die nach dem Vereinsgründer benannte Weidnerstraße, die zwischen der Sutthauser und der Brinkstraße liegt.
Balduin Weidner wurde am 5. April 1845 in Ruhla geboren. 44 Jahre lang war er Prediger an der Katharinenkirche und förderte die private Wohlfahrtspflege wie die Kleinkinder-Bewahranstalt an der Alten Münze oder das Frauenhaus an der Klosterstraße. 1902. Zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläumer überreichte die Gemeinde ihm Geld für den Bau der Lutherkirche. Weidner starb am 27. Januar 1929, bestattet wurde er auf dem Hasefriedhof.
Die beiden Häuser auf den Bildern sind baugleich. Das eine von ihnen, das auch auf der historischen Aufnahme zu sehen ist, steht an der Magdalenestraße 24 an der Ecke zur Brinkstraße. Hier betrieb August Beckers um 1914 eine Zigarrenhandlung. Auffällig auf der alten Fotografie ist, dass einige der Kinder im Vordergrund Holzschuhe tragen. Heute ist dieses Gebäude umgebaut. Statt eines Geschäfts befindet sich im Erdgeschoss nun eine Wohnung.
Verändert hat sich das Gebäude äußerlich im Lauf der Zeit nur leicht. So wurden die ehemals großen Schaufenster verkleinert, das Rundbogenfenster ersetzt und die Fassade komplett verputzt. Das Dach hingegen gleicht dem Aufbau von einst.
Das andere, heute blau gestrichene Gebäude, hat die Hausnummer Magdalenenstraße 2 und befindet sich an der Ecke zur Sutthauser Straße. Hier warten heute im Erdgeschoss die Eigentümer der Pizzeria La Perla auf hungrige Kundschaft. Den Balkon im ersten Stock schmücken üppig blühende Sommerblumen.

Bildtext: Ohne Tür unter dem Balkon präsentiert sich das Haus Magdalenenstraße 24, Ecke Brinkstraße, heute. Foto: Gert Westdörp
1914: Das Haus Magdalenenstraße 24. Das Bild stammt aus dem Buch " Alt Osnabrück, Band 2.". Erschienen ist es im Verlag H. Th. Wenner.
Wie ein Zwilling sieht hingegen das Haus an der Magdalenenstraße 2, Ecke Sutthauser Straße, aus. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Marie-Luise Braun


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