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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Jetzt sollen die Studenten kommen
Zwischenüberschrift:
Nach dem Briten-Abzug denkt Mönchengladbach über neue Konzepte nach
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Mit dem Abzug der Briten aus Osnabrück steht die Stadt vor der Frage, was mit Hunderten Wohnungen und 160 Hektar Militärfläche geschehen soll. Mönchengladbach steht vor der gleichen Aufgabe und hat sie zum Teil schon erfolgreich bewältigt. Vor 20 Jahren sind die ersten Briten aus Mönchengladbach abgezogen. In den nächsten Jahren steht die Stadt vor der Rückgabe weiterer 380 Hektar Militärfläche. Wir haben mit Oberbürgermeister Norbert Bude gesprochen.

Herr Bude, wie wird die Umnutzung der Militärflächen das Gesicht Mönchengladbachs verändern?
Rund 6000 Menschen werden mit dem Britenabzug bis zum Jahr 2014 die Stadt verlassen. Ein halbes Jahrhundert haben die Briten das kulturelle Leben der Stadt mitgeprägt. Auswärtige Besucher werden diese Veränderung aber eher nicht bemerken. Das Militärgelände ist ein eigener kleiner Stadtteil an der Peripherie unserer Stadt.

Wie groß sind in Mönchengladbach die britischen Militärflächen?
Bereits seit dem Ende des Kalten Krieges Ende der 80er Jahre werden die britischen Soldaten aus Mönchengladbach abgezogen. Der letzte und größte Abzug steht uns in den nächsten Jahren bevor. Über 150 HektarMilitärflächen wurden in den vergangenen Jahren bereits zurückgegeben. Bis zum Jahr 2014 werden es voraussichtlich weitere 380 Hektar sein.

Welches Nutzungskonzept haben Sie für die bevorstehende Rückgabe im Schreibtisch?
Noch keines. Wir werden zum Ende des Jahres zu einer Zukunftswerkstatt einladen. Von der Stadt organisiert und dem Land Nordrhein-Westfalen begleitet, werden wir zusammen mit Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und anderen Experten Ideen für die Nutzung sammeln.

Welche Ideen gibt es für die Nutzung der Flächen?
Eine Idee ist, auf dem Gelände unter anderem eine neue Hochschule mit dem Schwerpunkt Energie entstehen zu lassen. Diese Planung könnte aber frühestens ab dem Jahr 2014 umgesetzt werden. Erst dann wäre die gesamte Fläche frei.

Wie nutzen Sie das bisher frei gewordene Gelände?
Auf einer ehemaligen Militärfläche mit rund 150 Hektar ist ein Gebiet mit den Schwerpunkten Sport, Dienstleistung und Gewerbe, der Nordpark, entstanden. Innerhalb des Nordparks befindet sich das neue Stadion von Borussia Mönchengladbach.
Außerdem sind im Nordpark zahlreiche Unternehmen, insbesondere aus der Werbe- und Kommunikationsbranche sowie dem IT- und Softwaresektor, ansässig. Ein ehemaliges Bundeswehrgelände mit rund neun Hektar steht noch leer.

Was wird aus den rund 1800 Wohnungen der Briten?
Ein kleiner Teil davon sind Häuser in guter Lage innerhalb Mönchengladbachs. Die Verwertung dieser Grundstücke ist überhaupt kein Problem. Die meisten Wohnungen befinden sind allerdings in Wohnblocks aus den 50er Jahren innerhalb des Militärgeländes.
Für diese Wohnungen gibt es auf dem freien Immobilienmarkt keine Chance. Außerdem würden sie zu einem Überangebot auf dem Wohnungsmarkt führen. Ob sie abgerissen werden, ist noch offen.

Haben Sie im Umnutzungs-Prozess die Erfahrungen anderer Städte genutzt?
Wie haben unsere eigenen Erfahrungen genutzt. Wir haben gelernt, dass wir von den Briten verbindliche Absprachen und einen konkreten Zeitplan für den Abzug und die Rückgabe einfordern müssen. Unsere britischen Freunde haben das verstanden. Wir sind da durchaus Gesprächspartner auf Augenhöhe.
Autor:
Stefan Prinz


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