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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Entlang der alten Grenze
Zwischenüberschrift:
Eine Wanderung in Nahne nach dem Gemeindeplan von 1925
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Wenn Nahner Bürger sich zu einem Grenzgang treffen, bleiben sie nicht unbedingt in ihrem eigenen Stadtteil. Am Samstag wanderten sie sogar über den Schölerberg zur Huxmühle. Ein Irrtum? Nicht wenn es um alte Grenzen geht. Burckhard Ahlers vom Bürgerverein Nahne hatte einen Plan von 1925 dabei. Damals war Nahne viel größer als heute.
Nahne ist geschrumpft. In den 30er Jahren gab die Gemeinde ein großes Gebiet an die Stadt Osnabrück ab: den heutigen Stadtteil Schölerberg sowie einige Häppchen vom Fledder und von Voxtrup. Mit der Gebietsreform wurde 1972 ganz Nahne Teil der Stadt. Und Nahne ist zerschnitten. Ende der 60er Jahre trennte die Autobahn so manche Nachbarn.
Mit dem Grenzgang möchte Annegret Gutendorf, die Vorsitzende des Bürgervereins, " in Erinnerung bringen, dass Nahne einmal eine große, selbstständige Gemeinde war." Es geht ihr jedoch nicht nur um Nostalgie. Was ihr vor allem am Herzen liegt, ist der Blick auf das gegenwärtige und künftige Leben hier: " Wir vom Bürgerverein möchten, dass sich die Nachbarn und die Zugezogenen besser kennenlernen und das Wir-Gefühl stärker wird."
Beim Grenzgang kamen viele Erinnerungen hoch. Zum Beispiel an die letzte Aktion der selbstständigen Gemeinde Anfang der 70er Jahre: Kurz vor der Auflösung der eigenen Kommune leerten die Nahner ihre üppige Gemeindekasse, um sich etwas Gutes zu tun. Sie bauten einen Sportplatz.
Entlang dem Weg erinnerten sich die Bürger an besondere Plätze und was sich dort zugetragen hat. Da war die Gaststätte Potthoff an der Voxtruper Straße, eine Disco, wie Burckhard Ahlers erzählte. Die alte Rodelbahn ist vielen noch im Gedächtnis. Auch an der Brüningsquelle war früher einiges los. Dort wurde Wasser für Regina-Sprudel gezapft. Wer ein Haus baute, bediente sich dort gern mit dem Wasser, um Zement zu mischen.
Und die Nahner erinnerten sich an ein berühmtes Mitglied ihres Bürgervereins: den Karikaturisten Fritz Wolf. " Der lebt bei uns weiter", sagte Franz Volkmer.
Es bleibt nicht bei der Nostalgie. Zu den schönen Begebenheiten der Gegenwart zählt Annegret Gutendorf die Einrichtung des Akyürek-Platzes zwischen dem Bröckerweg und der Hammersenstraße in der vergangenen Woche: " Es war ein beeindruckendes Erlebnis." Dass damit Yilmaz Akyürek für seine Integrationsarbeit und sein Engagement für seine türkischen Landsleute posthum gewürdigt wird, ist für die Vorsitzende des Bürgervereins ein Höhepunkt in der Geschichte von Nahne.

Bildtext: Beim Grenzgang waren die Nahner auch an der Huxmühle im heutigen Nachbarstadtteil Schölerberg. Denn der gehörte früher auch zu ihrer Gemeinde. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
jweb


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