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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wasserpest erstickt das Leben in den Teichen
Zwischenüberschrift:
Westerberg: So wird Entenfüttern zum Problem
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auf den ersten Blick scheint mit den zwei Teichen auf dem Gelände der Universität Osnabrück am Westerberg alles in Ordnung zu sein. Schilf und Grünpflanzen säumen das Ufer, viele Enten, Seerosen und Fische sind zu sehen. Auf den zweiten Blick fällt jedoch unter der Wasseroberfläche noch etwas auf. Ein dichter grüner Pflanzenteppich, die so genannte Wasserpest, wuchert über den Grund und lässt nur wenig Platz für Fische und andere Lebewesen.
Das ist auch den Anwohnern aufgefallen. " Es sieht traurig aus", berichtet Margot Hünemann, die jeden Tag mit ihrem Hund an den Teichen an der Barbarastraße vorbeiläuft. " Wie sollen die Fische und die anderen Tiere in dem Teich noch überleben?", fragt sie sich.
" Früher hätten sich die Studenten um den Teich gekümmert und ihn regelmäßig gepflegt", so die 70-Jährige, die am Westerberg groß geworden ist. " Wenn ich noch jünger wäre, würde ich die Sache selbst in die Hand nehmen."
Christian Ungermann, Dekan des Fachbereichs Biologie/ Chemie der Universität Osnabrück, kennt das Problem der Wasserpest. Und beschreibt es als logische Konsequenz des Nährstoffkreislaufes. " Die Anwohner füttern die Enten im Teich mit ihren Brotresten, und damit fängt es an", lautet seine Erklärung.
Die Enten vermehren sich zum einen und düngen außerdem durch ihre stickstoffhaltigen Ausscheidungen den Teich. Die Pflanzen im Teich nehmen die Nährstoffe auf, wachsen und vermehren sich ebenso. Je mehr Brot verfüttert wird, desto stärker breitet sich die Wasserpest aus. " Folge ist, dass es kein natürliches Gleichgewicht mehr im Teich gibt", so Ungermann.
Als Problem sieht er auch die Vierbeiner an, die in den Anlagen Gassi geführt werden: " Die Hunde baden im Teich, verschrecken die Teichhühner, und gleichzeitig wird das Ufer platt getreten, was mittlerweile auf der Südseite deutlich sichtbar ist."
Ungermann bedauert, dass er das Verhalten der Spaziergänger nicht beeinflussen könne. Die einzige Konsquenz wäre, den Anwohnern den Zugang zum Teich zu verwehren und die Uferböschung zuwachsen zu lassen, da es sich ja eigentlich auch um keineöffentliche Nutzfläche, sondern ursprünglich um die Löschteiche der Universität und die gleichzeitige Regenwasserentsorgung der Gewächshäuser handele. So weit möchte Christian Ungermann es jedoch nicht kommen lassen.

Bildtext: Trügerische Idylle: Von oben ist von der Wasserpest unter der Wasseroberfläche nichts zu sehen. Foto: Lindemann
Autor:
stn


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