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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Osnabrück hat jetzt einen Akyürek-Platz
Zwischenüberschrift:
Die Stadt ehrt damit das Engagement für jahrzehntelange Integrationsarbeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ganz in der Nähe hat Yilmaz Akyürek gewohnt. Und jetzt ist der Platz zwischen dem Bröckerweg und der Hammersenstraße nach ihm benannt.
Ein Jahr nach seinem Tod kommt ihm nun diese posthume Ehrung zuteil und viele besuchten gestern die Zeremonie. Oberbürgermeister Boris Pistorius erinnerte an das Jahr 1967. Der aus dem türkischen Ordu stammende Yilmaz Akyürek war 30 Jahre alt und einer der ersten Gastarbeiter in Osnabrück.
" Sprachprobleme, fremde Sitten und Gebräuche" so beschrieb Pistorius deren Situation. Doch Yilmaz Akyürek fand sich schnell zurecht, half den anderen und den Nachkommenden. " Er wurde bald zum Rettungsanker für viele: bei der Wohnungssuche, im Umgang mit Behörden."
Schon bald engagierte er sich für die Integration seiner Landsleute in die neue Heimat. Er wurde Vorsitzender des türkischen Elternrates und setzte sich dafür ein, dass deren Kinder ihren Platz im deutschen Schulsystem finden. Mehr als 20 Jahre lang prägte er die Arbeit des Ausländerbeirates der Stadt. Und er gehörte zu den Gründern des Arbeitskreises der Religionen.
Sein Ziel war das friedliche Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Nationen. Yilmaz Akyürek, der auch für sein Einfühlungsvermögen geschätzt war, wurde zum Ratgeber sowohl seiner Landsleute als auch vieler Institutionen. Wohl deshalb bezeichnete ihn Alt-Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip in den vergangenen Jahren als " Vater der Türken in Osnabrück". 1999 erhielt Yilmaz Akyürek für sein ehrenamtliches Engagement die Bürgermedaille der Stadt.
Seine Tochter Songül erinnerte gestern daran, dass der neue Akyürek-Platz für ihre Familie schon lange ein besonderer Ort ist: zum Spielen für die Kinder, zu denen sie damals gehörte, und für die Gepräche der Großen ein Treffpunkt für alle. Sie wünscht sich, dass der Platz diesen Charakter behält.

Bildtext: Hier ist Yilmaz Akyürek oft spazieren gegangen: Seit gestern ist dieser Platz nach ihm benannt. Vor der Zeremonie mit Oberbürgermeister Boris Pistorius montierte Angelo Ligorio vom Bauhof das Schild. Foto: Friso Gentsch
Autor:
jweb


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