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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
So gut schmecken die Friedensäpfel
Zwischenüberschrift:
Aktion für soziales Projekt startet am Samstag
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Eine Apfelernte mitten auf der Großen Straße das hat schon was." Volker-Johannes Trieb nickt zufrieden und lächelt. Der Osnabrücker Künstler hat mit einem meterlangen Apfelpflücker soeben den letzten Elstar vom Bäumchen geholt.
Doch Trieb hat noch knapp 20 kleine Bäume vor sich. Die stehen mitten in den 25 Stelen, die seit Mai in der Osnabrücker Innenstadt nicht zu übersehen sind. Rechteckig, rund vier Meter hoch und im Trieb-typischen Rost-Look: Friedenskunst imöffentlichen Raum wollen sie sein. Bis Oktober 2009 bleiben die Stelen stehen, dann kommen sie zu einigen jener Firmen, die sich an der Aktion finanziell beteiligt haben.
Zwischen Varus-Schlacht und Erich Maria Remarque: 2000 Jahre Schlachten sind das Thema der Stelen. " Das war für mich als Künstler eine Herausforderung, genauso wie für die Friedens-stadt, die sich immer fragen muss, was es bedeutet, Friedensstadt zu sein", meint Trieb zu der Gemeinschaftsaktion mit der Stadt Osnabrück.
Zitate zu Krieg und Frieden aus römischer Zeit und aus den Anti-Kriegs-Romanen von Remarque sind etwa auf den Säulen zu lesen. Als Symbol für die Hoffnung war geplant, dass die Bäume im Verlauf der Aktion tatsächlich Äpfel tragen. Und genauso ist es auch geschehen: An fast jedem der Bäumchen hängen rote Äpfel.
Sie werden von Trieb am kommenden Samstag auf dem Nikolaiort verkauft. Zu jedem Apfel gehört eine künstlerisch gefertigte Tonscherbe, in die Trieb einen Satz von Remarque geritzt hat: " Auf Regenbögen gehen wer kann es? Niemand. Aber es ist genug, wenn man die Sehnsucht hat." Auch damit ist nach Ansicht von Trieb wieder die Hoffnung des Menschen gemeint und angesprochen.
Apfel und Tonscherbe werden zusammen für zehn Euro verkauft. Der Erlös geht an zwei Anti-Gewalt-Trainings in Osnabrück, die von der Diakonie und der Jugendgerichtshilfe durchgeführt werden. " Wir wollen mit der Aktion auf den sozialen Frieden in der Stadt hinweisen", sagt Trieb.

Bildtext: Rot und lecker: Der Künstler Volker-Johannes Trieb hat gestern viele knackige Äpfel von den Bäumchen auf den Stelen in der Innenstadt geerntet und will sie am Samstag für einen guten Zweck verkaufen. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
steb


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