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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
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Überschrift:
CDU: Es geht gar nicht mehr um Belm
Zwischenüberschrift:
Fraktionschef kritisiert B-51-Planungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Belm. In der Belmer Politik schlagen die Wogen weiter hoch. Grund sind die Planungen für die neue Bundesstraße 51. " Wir haben 25 Jahre für die Ortsumgehung gekämpft. Jetzt bekommen wir eine Autobahn, die Mittel zum Zweck ist, nämlich die hinterliegenden Bereiche an Osnabrück und die A 33 anzubinden", regt sich CDU-Fraktionschef Bernhard Strootmann auf.
böh Belm. Was sich seit einem Jahr abzeichnet, wird zur Gewissheit. Die neue B 51 soll als vierspurige Fernstraße auf einem bis zu acht Meter hohen Damm nördlich der Eisenbahnlinie verlaufen mit Lärmfolgen für die Belmer. Das treibt auch die CDU-Fraktion um, die wie SPD und Unabhängige Wählergemeinschaft nun ihren Frust auch öffentlich äußert.
Nach Jahrzehnten Vorlauf wurden die konkreten Pläne im Dezember vergangenen Jahres vorgelegt. Als Teil des Planfeststellungsverfahrens nahm die Gemeinde Belm seinerzeit Stellung. An jedem Satz wurde gefeilt, um einerseits die eigene Position deutlich zu machen, aber das Projekt an sich nicht zu gefährden. Denn der Durchgangsverkehr soll weg von der Bremer Straße und damit raus aus Belm.
Jetzt zeichnet sich nach Darstellung der Belmer Politiker ab, dass zuvor geäußerte Wünsche, die Planungen zu verändern, kaum Aussicht auf Erfolg haben. Strootmann: " Ich habe Frust bis unter beide Achseln!" Für den CDU-Politiker ist klar, dass Belm mit seinen Interessen kaum eine Chance hat, da übergeordnete Dinge, sprich die Anbindung des Wittlager Landes und des südlichen Vechtaer Landkreises, Vorrang hätten.
In die Planungsarbeit vor Ort ist der Osnabrücker Geschäftsbereich der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eingebunden. Deren Leiter Cord Lüesse bestätigte, dass zentralen Forderungen aus Belm nicht nachgekommen werden kann. Die Betonung legt Lüesse auf " kann", denn es seien rechtliche Vorgaben, die von den Planungsbehörden einzuhalten seien: " Jeder wird gleich behandelt, an jeder Stelle in der Bundesrepublik."
Auf der B 51 als Ost-West-Achse seien so viele Autos unterwegs, dass ein bestimmter Ausbaustandard sein müsse. Es könne keine neue Trasse gebaut werden, und dannstaue sich dort der Verkehr, also sei die Vierspurigkeit zwingend. Auch seien an der Haster Straße und an der Icker Landstraße keine Kreuzungen möglich. Darüber hinaus beeinflussten die Hanglage und die Bahnlinie die Führung der Trasse, so dass die neue Straße auf einem Damm errichtet werden müsse .
Ähnlich gelagert ist der Fall beim Lärmschutz: Nur im westlichen Teil seien Wände oder Wälle möglich. In dem übrigen Verlauf würden die errechneten Lärmwerte nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen überschreiten. Also könne kein aktiver Lärmschutz eingeplant werden. Lüesse: " Da sind uns die Hände gebunden."
Die Belmer hatten das Stichwort " Flüsterasphalt" ins Spiel gebracht. Den gibt es auf der A 30 in Osnabrück. Der offenporige Belag sei noch in der Erprobungsphase, und so lange dürfe er auf neuen Strecken nicht eingebaut werden.
Noch in diesem Jahr soll der Erörterungstermin als nächste Etappe des Planfeststellungsverfahrens stattfinden. Dann werden all jene gehört, die Einwände gegen die B-51-Pläne eingereicht haben, und auch die Gemeinde Belm.
Bernhard Strootmann sieht die Chancen gering, noch Änderungen hinzubekommen. " Es sei denn, man stellt das Ganze infrage und stoppt die Planungen komplett." Das sei aber nicht zu vermitteln.
Autor:
böh


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