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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Napoleons Spur im Reich der Toten
Zwischenüberschrift:
200 Jahre Hasefriedhof und Johannisfriedhof: Jubiläumsveranstaltung am Freitag
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Napoleons Bruder Jerôme drängte zur Eile. Ohne diesen Druck von oben hätte Osnabrück den Hasefriedhof und den Johannisfriedhof wohl nicht 1808 in Betrieb nehmen können, sondern erst Jahrzehnte später. Am Freitag, 26. September, um 19 Uhr wird in der Kapelle des Hasefriedhofs an die 200-jährige Geschichte erinnert.
Osnabrück gehörte damals zum Königreich Westfalen, das Jerôme, bekannt als " König Lustik", von Kassel aus regierte. Schon seit 30 Jahren hatte es Bestrebungen gegeben, das Friedhofswesen in der Stadt neu zu ordnen. Auf den Kirchplätzen fanden die Totengräber keinen Platz mehr für neue Särge. Immer wieder legte das grasende Vieh Knochen und sogar Schädel frei.
Die französische Regentschaft machte dem Fortschritt Beine und verfügte, dass zwei Friedhöfe vor den Mauern der Stadt angelegt wurden der Hasefriedhof und der Johannisfriedhof. Daran erinnert der Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof mit der Jubiläumsveranstaltung am Freitag, die er gemeinsam mit der Stadt Osnabrück veranstaltet.
Stadtrat Wolfgang Griesert wird über mögliche Perspektiven des Friedhofs sprechen. Bislang gilt als Beschlusslage, dass die Friedhöfe 2015 entwidmet werden. Jetzt sollen neue Perspektiven im Gespräch sein.
Matthias Rinn, der Vorsitzende des Förderkreises Hasefriedhof-Johannisfriedhof, stellt Projekte vor, die durch das Engagement des Förderkreises zustande gekommen sind. Dazu gehören die Restaurierung der Lepenau-Kapelle, der Eingangspfeiler auf dem Johannisfriedhof und weiterer Grabmale.
Jens Beck hat als Spezialist für Gartendenkmalpflege und Grünplanung von der Stadt den Auftrag erhalten, ein Pflege- und Entwicklungskonzept für beide Friedhöfe zu erstellen. In seinem Vortrag wird er Grundzüge diese Konzeptes vorstellen. Dabei geht es ihm vor allem darum, einerseits das historische gewachsene Grün zu erhalten, aber auch durch gezielte gärtnerische Eingriffe den Friedhof attraktiver zu gestalten.
Antje Busch-Sperveslage, Dozentin an der Osnabrücker Uni, hat denkmalpflegerische Erhaltungsmaßnahmen auf dem Friedhof wissenschaftlich begleitet. Sie wird anhand einzelner Grabstellen, insbesondere der Grabkapelle der Familie Lepenau, den kulturhistorischen Wert der beiden Friedhöfe herausstellen. Musikalisch umrahmt wird der Abend durch das A-cappella-Ensemble Bon Timbre .
Weitere Informationen
bietet der Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof an: www.historische-friedhoefe-osnabrueck.de
Autor:
rll


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