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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
SPD und UWG: B 51 neu ja – aber nicht so
Zwischenüberschrift:
Belmer Fraktionen fordern Verbesserungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Detaillierte Planungen zur Verlegung der Bundesstraße 51 liegen vor. Das Planfeststellungsverfahren, das diesem großen Bauprojekt vorangestellt ist, steht vor der Beschlussfassung. In einer Mitteilung haben sich die Belmer Fraktionen von SPD und Unabhängiger Wählergemeinschaft (UWG) nun erneut für die Verlegung der B 51 (Bremer Straße) in Belm ausgesprochen, die gegenwärtig diskutierten Entwürfe lehnen sie allerdings ab.
" Aus der ursprünglich gedachten Umgehungsstraße für Belm ist eine vierstreifige Kraftfahrstraße zur Verkehrsanbindung des nordöstlichen Landkreises und zur Durchleitung überregionaler Verkehre geworden", kritisieren die beiden Fraktionen. Damit habe die Straße einen ganz anderen Charakter bekommen. Nach Meinung der UWG und SPD werde die " B 51 neu" das Landschaftsbild wesentlich verändern. " Die Trasse verläuft teilweise auf einem bis zu neun Meter hohen Damm und überquert die Bahnlinie Osnabrück–Bremen im Bereich des Gattberges mit einem entsprechend hohen Brückenbauwerk", schreiben die Fraktionen. Lärmschutzwände seien in den Planungen nicht vorgesehen. " Eine ständige Beschallung der Belmer Wohngebiete mit Verkehrslärm ist zu befürchten."
In Gesprächen wäre von Vertretern der Planungsbehörden und des Landkreises Osnabrück auf den Bundesverkehrswegeplan als Planungsgrundlage verwiesen worden. Der Bundesverkehrswegeplan sehe einen entsprechenden Ausbau vor und setze einen engen Finanzrahmen, zitieren SPD und UWG. Forderungen nach einer Untertunnelung der Bahn im Bereich des Gattberges, der so genannten Troglösung, und Tieferlegung der Trasse seien zwar ingenieurtechnisch machbar, müssten aber vor dem Hintergrund des Bundesverkehrswegeplanes abgelehnt werden. Und weiter: Lärmschutz sei nur passiv durch Einbau von entsprechenden Fenstern an einigen besonders betroffenen Häusern vorgesehen. Derartige Forderungen würden die Baumaßnahme als Ganzes langfristig infrage stellen.
Die Fraktionen von UWG und SPD wollen eine Verlegung der B 51, sind aber mit den vorliegenden Planungen nicht einverstanden. " Wir fordern eine Tieferlegung der Trasse und den Bau von Lärmschutzwänden. Es scheint allerdings kaum Partner zu geben, die bereit sind, diese Forderungen nachhaltig zu unterstützen", monieren SPD und UWG. " Wir fühlen uns alleingelassen." Denn nach Aussagen des Landkreises Osnabrück sowie insbesondere des hiesigen Bundestagsabgeordneten Georg Schirmbeck (CDU) sei davon auszugehen, dass man die aktuellen Planungen auf Kosten der Belmer Wohnqualität ohne Wenn und Aber so durchziehen werde.
Die Fraktionen von UWG und SPD haben die Planungsbehörden dringend gebeten, die dargelegten Forderungen nach Verbesserungen zu überdenken und bei der Realisierung umzusetzen. " Da insbesondere die rechtlichen Möglichkeiten des Belmer Gemeinderates anders als die Rechte betroffener Bürger beschränkt sind, stehen UWG und SPD den Belmer Bürgern für weitere Informationen zur Verfügung", erklären die Fraktionen.
Zur Erinnerung: In der zurückliegenden Dezembersitzung des Rates kritisierten auch Vertreter der CDU und Grünen verschiedene Aspekte der B-51-Entwürfe. Damals gab der Rat seine Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren ab. Insbesondere mehr Lärmschutz forderten die Fraktionen.

Bildtext: Die geplante Trassenführung der neuen B 51, wie sie Ende des vergangenen Jahres im Belmer Rat vorgestellt wurde.
Autor:
gc/pde


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