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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"30 Millionen für ein Traumschloss"
Zwischenüberschrift:
Stadthallen-Mitarbeiter kritisieren in offenem Brief die Arena-Pläne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In der Diskussion um den Bau einer Arena mit 7500 Plätzen in Osnabrück melden sich jetzt die Mitarbeiter der Stadthalle zu Wort. In einem offenen Brief an den Oberbürgermeister und die Fraktionen im Stadtrat warnen sie vor dem Bau. Der Grund: Einige Zahlen der Machbarkeitsstudie stimmen nicht.
Susanne Frost warnt vor zu großen Erwartungen: Die Betriebsratsvorsitzende der Stadthallen-Mitarbeiter hat mit ihren Fachkollegen aus Bielefeld und Münster gesprochen und dabei ernüchternde Fakten erfahren: Die Zahl der Großkonzerte mit über 4000 Besuchern lag dort zwischen vier und acht Konzerten pro Jahr. In Halle (Westfalen) seien es zehn. " Wie die Gutachter für Osnabrück auf 20 solcher Events kommen, entzieht sich unserer Kenntnis", kritisiert Susanne Frost auf Nachfrage unserer Zeitung.
Außerdem werde der Wettbewerb mit anderen Hallen unterschätzt: Im Umkreis von 150 Kilometern befänden sich mindestens zehn konkurrierende Arenen.
Zudem dürfe nicht vergessen werden, dass Osnabrück mit der Stadthalle bereits über attraktive Räumlichkeiten verfüge. " Udo Jürgens war bereits 15-mal bei uns. Und die ganz großen Stars treten ohnehin nur in Hamburg, München oder Köln auf." Osnabrück sei dazu selbst mit einer Arena keine Alternative.
" Wir fragen uns, warum die Hallenkollegen aus andere Städten nicht gefragt wurden." Außerdem sei auch der wichtigste überregionale Konzertveranstalter für Osnabrück bisher noch nicht befragt worden, so Susanne Frost. Die sogenannte " Anker-Nutzung" durch Sportvereine steht nach Ansicht der Stadthallen-Mitarbeiter auf wackeligen Beinen. Für die Basketballer der " P4Two Ballers" wäre eine Arena zurzeit bei Zuschauerzahlen zwischen 500 und 1000 noch viel zu groß und nicht bezahlbar.
Und der Manager der Artland-Dragons, Marko Beens, spreche davon, dass es noch keinen konkreten Verhandlungen mit der Stadt gebe. " 30 Millionen für ein Traumschloss auszugeben wäre fatal", meint die Betriebsratsvorsitzende.
Einen Tag vor der Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie hätten sie und ihre Kollegen von der Geschäftsleitung erfahren, dass mit der Gutachter-Empfehlung zum Bau der Arena die Schließung der Stadthalle verbunden sei. Die Sorge um die Arbeitsplätze der 50 Stadthallen-Beschäftigten sei ein wichtiges Argument für den offenen Brief gegen den Arena-Bau gewesen, sagt Susanne Frost. " Wie es dann mit uns weitergeht, ist unsicher."

Bildtext: In der Stadthalle hat Udo Jürgens bereits 15-mal gesungen. Und die ganz großen Stars kommen ohnehin nicht nach Osnabrück, glauben die Stadthallen-Mitarbeiter. Foto: Michael Hehmann
Autor:
prin


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