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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kriechende Kuscheltiere
Zwischenüberschrift:
Reptilien zum Anfassen: Armin Bauer erklärt Welt der Spinnen und Schlangen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Herpetologie? Nein, das hat nichts mit der Virusinfektion im Mundbereich zu tun. Gemeint ist vielmehr die Kunde vom Herpeton, also dem, was die Griechen salopp das " kriechende Ding" nennen. Zu dieser Gruppe von Tieren zählt Armin Bauer Amphibien und Reptilien. Er selber ist nicht etwa Herpetologe, sondern Sozialpädagoge. Im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße präsentierte er Insider-Wissen zu Reptilien mit lebenden Anschauungsobjekten.
steb Osnabrück. Jetzt, da es einen neuen Trend gäbe, ziehe es ihn in die Öffentlichkeit: " Kampfhund und Hamster sind out, Giftschlangen und Vogelspinnen sind in", sagt der 40-Jährige. Deshalb gelte es aufzuräumen mit Halbwissen und aufzuklären, wie aufwendig es sei, Reptilien richtig zu pflegen.
Der Reptilienpädagogik ist deshalb seine Show mit den " komischen Viechern" zu zuordnen. Das sei heute wie Unterricht, nur etwas lockerer. " Und wer möchte, kann das Hautnah-Gefühl bekommen, also straßedie Tiere auch anfassen", begrüßt Bauer die Kinder und Jugendlichen im Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße.
Als Erstes wird dem jungen Publikum eine Agame präsentiert. Kaum größer als eine Eidechse, aber mit Schuppen, erklärt Bauer. Spektakulärer ist da schon das nächste Exemplar: ein Blauzungen-Skink. Auch das Tier wird in der Runde herumgereicht, damit es gestreichelt werden kann. Wissenswert ist dabei, dass es die kleine Agame sofort auffressen würde hätte das Skink die Gelegenheit dazu. Und: Genau wie die heimische Blindschleiche gehört ein Skink zu den Echsen.
Als Nächstes ist die amerikanische Kornnatter an der Reihe. Sie ist von allen 2700 Schlangenarten das Reptil, was man am häufigsten züchtet. Es eigne sich besonders für die Haltung im Haus, meint Bauer. " Aber ihr müsst bereit sein, Mäuse an die Kornnatter zu verfüttern."
Wie man denn das Geschlecht erkenne, erklingt die Frage aus dem erstaunlich aufgeklärten Publikum. Das sei gar nicht so einfach, gesteht Bauer. Meist seien die Weibchen größer, weil sie die Eier tragen müssten.
Weiter nach oben geht es auf der Grusel-Skala, als Bauer eine Baby-Boa Constrictor hervorholt. Die könne noch beißen, doch käme sie nur durch sehr weiche Haut, beruhigt er. Damit sie die Beißgelüste nicht am Publikum auslässt und die Tiere nicht gequält werden, hat er eine sogenannte Sachkundeprüfung absolviert.
Es folgt Heidi, ein Königs-Python, der seine Opfer an deren Körperwärme erkennt. Vor den meisten Schlangen brauche man keine Angst zu haben, sagt Bauer. " Weil wir so groß sind, passen wir nicht in das Beuteschema."
Als Höhepunkt der Show kommt schließlich eine Vogelspinne zum Vorschein. Sie, die nur unangenehm wird, wenn sie Gefahr spürt, fühlt sich an, wie ein Kuscheltier, das krabbeln kann.

Bildtext: Anfassen und Streicheln erlaubt: Junge Besucher, die keine Angst vor kriechenden Tieren hatten, durften bei der Reptilienshow ausnahmsweise auch mal testen, wie sich Schlangen und Echsen anfühlen. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
steb


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