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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Zuhause auf Zeit
Zwischenüberschrift:
Eltern-Kind-Haus feiert 25-jähriges Jubiläum mit einem Sommerfest
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein " Zuhause auf Zeit" nennt Leiterin Ute Albers das Mutter-Kind-Haus (EKH). In zweieinhalb Jahrzehnten war die Einrichtung für viele hilfesuchende oder überforderte Eltern die letzte Anlaufstelle. Am Donnerstag feierte sie nun ihr 25-jähriges Bestehen. Mütter, die derzeit mit ihren Kindern im Haus wohnen, und Familien, die früher dort lebten, feierten mit den Mitarbeitern ein großes Sommerfest.

cko Osnabrück. " Ich würde jederzeit wieder herkommen", sagt Nathalia Jurischinez. Vor zwölf Jahren zog sie mit ihrer kleinen Tochter in das Haus an der Iburger Straße, um " zu lernen, auf eigenen Beinen zu stehen". Heute ist sie Vollzeit-Oma, wie sie selbst es nennt, und erinnert sich gern an die Monate im Haus zurück: " Es war immer jemand da, bei jedem Problem. Das war das Schöne, dass man nie alleine war", so Jurischinez.
1983 fiel der Startschuss für die Arbeit des EKH in den ehemaligen Mitarbeiterwohnungen des Kinderheims. Zwei Betreuer und vier Plätze für Alleinerziehende gab es damals. Die meisten Mütter standen einfach mit Kind und gepackten Koffern vor der Tür. Wenn Platz frei war, durften sie bleiben.
2008 übernahm die Evangelische Jugendhilfe die Trägerschaft. Aktuell leben zehn Familien im EKH, im Laufe der 25 Jahren wurden rund 350 Mütter, Väter und Familien betreut. Im Gegensatz zu anderen Hilfseinrichtungen, bekommen die Kleinfamilien am Schölerberg eine eigene Wohnung und müssen nicht in Gruppen leben. Die Betreuer verfolgen das Prinzip der Anleitung zur Selbsthilfe: Die Familien erhalten die Ubterstützung, die sie benötigen, werden aber auch zur Selbstständigkeit angeregt.
Ein bis zwei Jahre verweilen Mütter oder Väter im Schnitt mit ihren Kindern im EKH. Häufig wird an der Iburger Straße die Entscheidung darüber gefällt, ob ein Kind bei den Eltern bleiben soll oder in eine Pflegefamilie kommt. Viele der Hilfesuchenden stammen selbst aus problematischen Familienverhältnissen.
" Wir können dazu beitragen, dass sich diese schwierigen familiären Beziehungen etwas lösen, und merken daher, dass das Konzept wirkt", erklärt Leiterin Albers. " Für viele Frauen ist das hier ein Zuhause und die Grundlage dafür, dass sie sichüberhaupt entwickeln können. Das motiviert uns enorm."
Heiner Dierks, Geschäftsbereichsleiter der Evangelischen Jugendhilfe, bestätigt das: " Die meisten Mütter bleiben im Schnitt ein Jahr im EKH. In dieser Zeit passiert unglaublich viel. Man kann deutlich sehen, dass man in diesem kurzem Zeitabschnitt oft eine Menge bewirkt."
Charlina Flores Ruiz ist ein gutes Beispiel dafür: Sie kam aus dem betreuten Jugendwohnen, lebt nun seit 18 Monaten mit ihrem kleinen Sohn im Haus. " Mir wurde hier vieles ermöglicht, was ich alleine nicht hätte leisten können", so die 19-Jährige heute. Ihr Kind bekam ohne Probleme einen Kita-Platz. Sie machte ihren Hauptschulabschluss und hängt nun den Realschulabschluss dran. Sie hat wieder eine Perspektive.

Bildtext: Du bist dran! Ute Albers (Eltern-Kind-Haus), Nathalia Jurischinez, Peggy und Sabrina Zurbel, Sabrina Jurischinez mit Emilio, Charlina Flores Ruiz, Heiner Dierks (Jugendhilfe). Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
cko


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