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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Erstmals Urnen in einer Kirche
Zwischenüberschrift:
"Heilige Familie" am Schölerberg soll teilweise zum Kolumbarium umgewandelt werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. In der Kirche " Heilige Familie" am Schölerberg entsteht voraussichtlich eine Begräbnisstätte für Urnen ein Kolumbarium. Das sehen Pläne der Osnabrücker Bistumsleitung vor. Das Kolumbarium wäre bistumsweit das erste dieser Art in einer Kirche.
Ihre Pläne haben der Verwaltungschef des Bistums, Generalvikar Theo Paul, und die Leiterin des Bischöflichen Seelsorgeamtes, Daniela Engelhard, am Mittwochabend Gemeindevertretern vorgeschlagen. Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand reagierten positiv, wie Paul gestern berichtete.
Ähnlich äußerte sich der zuständige Pfarrer Hermann Hülsmann. Der Priester ist in der Pfarreiengemeinschaft Osnabrück-Süd neben den Gemeinden St. Josef und St. Ansgar in Nahne auch für die knapp 1600 Katholiken zählende Pfarrei " Heilige Familie" zuständig. " Wir werden uns das überlegen", sagte Hülsmann gestern. Grundsätzlich sei er froh über eine derartige Initiative.
Seit längerem überlegt das Bistum, auf die veränderte Bestattungskultur zu reagieren, also auf immer mehr Feuerbestattungen und anonyme Beisetzungen. " Der Tod ist einsam geworden; entsprechend einsam ist die Bestattung", sagte der Generalvikar. Die Tendenz zur professionellen, rein technischen anonymen Entsorgung der Toten nimmt nach seinen Worten zu. Dagegen wolle die katholische Kirche mit einem Kolumbarium ein Zeichen setzen.
Das Gotteshaus der Gemeinde " Heilige Familie" an der Voxtruper Straße, erbaut 1960 und 1961 aus Eisenbeton, ist die einzige katholische Rundkirche in Osnabrück; sie muss renoviert werden.
Nach Einschätzung Pauls bietet der Innenraum die Möglichkeit, mit Stelen und Nischenwänden die Bestattung von Urnen einzurichten. In einer christlich geprägten Atmosphäre könne die Kirche " ein Raum für Trauer, Erinnerung, Gebet und Totenbegleitung sein". Trauerfeiern, Urnenbestattung, Totengedenken und Requien seien denkbar.
Die Gläubigen sollen auch künftig in ihrer Kirche an Sonntagen Gottesdienste feiern können allerdings in einem verkleinertem Raum. " Die Kirche bleibt für die Gemeinde erhalten", sagte Paul.
Die Bistumsleitung will die Gemeindemitglieder bewegen, aktiv zu einer Trauerkultur beizutragen. Sie könnten beispielsweise Trauernde begleiten, Andachten vorbereiten oder den Beerdigungskaffee ausrichten.
Der Zeitplan für den Umbau sieht so aus, dass zunächst weiter Gespräche mit den Gremien der Gemeinde " Heilige Familie" geführt werden, auch über Möglichkeiten der Trauerarbeit. Vorgesehen sind ebenfalls Fahrten zu bestehenden Kolumbarien in katholischen Kirchen. Bisher gibt es sie in Marl, Aachen und Erfurt.
Voraussichtlich im Frühjahr 2009 wird dann ein Architekten-Wettbewerb für den Umbau ausgeschrieben. " Wir möchten keine Hektik machen", sagte Paul. Nach seiner Auffassung wäre es gut, die Bestattung im Kolumbarium allen daran Interessierten in der Region anzubieten, also auch Nicht-Christen. Das müsse die Kirchengemeinde aber selbst entscheiden.

Bildtext: Eine Begräbnisstätte für Urnen soll in der katholischen Kirche " Heilige Familie" am Schölerberg entstehen. Die Gemeindemitglieder können hier aber weiter Gottesdienste feiern sie werden dafür jedoch weniger Platz haben. Fotos: Michael Hehmann
Autor:
hav


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