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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Etwas Nutella im Handtuch
Zwischenüberschrift:
Begleitprogramm für Schüler zur Ausstellung "Die Putzfrau"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Klappe auf, Schmutzwäsche rein, warten, saubere Wäsche entnehmen: So einfach ist Waschen heute. Wie beschwerlich es noch zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts war, können Kinder im Museum Industriekultur erleben. Hier gibt es jetzt ein Begleitprogramm für Schulklassen zur Ausstellung " Die Putzfrau".
Von Marie-Luise Braun
Osnabrück. " Jetzt hab ich saubere Hände", sagt Jonah und grinst. Prima Nebeneffekt. Eigentlich sollte der Viertklässler der Grundschule Sutthausen ein mitgebrachtes Handtuch waschen. Mit den Händen und mit Kernseife. Auf einem Waschbrett. So wie die Frauen noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts Wäsche gereinigt haben.
Eine Woche lang haben Jonah und seine Mitschüler von der Klasse 4b ein Handtuch nicht gewaschen und es sogar noch mit ein paar Flecken extra versehen: " Nutella, Ketchup und ein bisschen Dreck", zählt Jonah auf. Es ist gar nicht so einfach, das alles wieder rauszukriegen, noch dazu mit der Hand. Nebenan versucht sich Frederike am Waschbrett mit der Hilfe von Stefanie, die ihr erst mal die Ärmel hochkrempelt.
So sah früher der Waschtag aus. " Anstrengend", befindet Leon. Und genau diesen Effekt soll das dreistündige Programm erzielen, in dem die Kinder zunächst mit einem Gang durch den Hasestollen in frühere Zeiten versetzt werden. Anschließend geht es mit einer Führung durch die Ausstellung " Die Putzfrau" weiter. Hier lernen die Kinder frühere Hilfsmittel kennen wie die Mangel oder Seife, Asche und Soda.
Filme und Exponate zeigen, wie sich die Waschtechnik mit der Zeit verändert hat, wann Waschmaschinen eingeführt wurden, wie das Reinigen der Wäsche immer weniger anstrengend wurde.
Für die Kinder der Grundschule Sutthausen passt das Angebot prima in den Lehrplan. Im vergangenen Schuljahr haben sie sich mit Energiesparen, mit Wasser und Abwasser befasst. Jetzt, nach den Ferien, geht es mit Geschichte weiter und mit dem Thema Arbeitswelten.
Nach dem Gang durch die Ausstellung steht erst mal eine Pause an. Anschließend beginnt der praktischen Teil. Nun werden nicht nur die Handtücher gereinigt, die Kinder machen auch selbst Seife aus Fett. Wer denn wohl entdeckt hat, wie das geht, will der Museumspädagoge Jan Tönnies wissen. Finger schnellen in die Höhe. " Die Päpste", meint ein Mädchen. Die Richtung stimmt schon mal: " Es waren die Römer", erklärt Tönnies.
Außer dem Programm zum Waschen bietet das Museum Industriekultur auch eines zum Thema " Staubwelten", also zur Reinigung von Möbeln an. Die Teilnahme an den Programmen kostet pro Schulklasse 15 Euro, pro Schüler kommt noch ein Euro hinzu. Auch nach Ende der Ausstellung am Sonntag, 19. Oktober, werden diese Programme angeboten.
Anmeldung unter Tel.
05 41/ 12 24 47 (mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. / Bildtext: Das gute alte Waschbrett kommt in der Ausstellung im Musuem Industriekultur wieder zu Ehren. Hier ist Frederike am Werk, unterstützt wird sie von Stefanie (links). Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
Marie-Luise Braun


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