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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neuer Entwurf für das Nussbaum-Haus
Zwischenüberschrift:
Der Rat befasst sich heute zum zweiten Mal mit der Erweiterung des Libeskind-Museums
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im Frühjahr hat der Rat der Stadt die geplante Erweiterung des Felix-Nussbaum-Hauses per einstimmigem Beschluss gestoppt. Heute steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Rates. Und die Chancen stehen diesmal gut, dass sich eine solide Mehrheit für einen Erweiterungsbau findet.
Zu teuer in der Anschaffung, zu teuer im Unterhalt, zu wenig funktional: Das waren die ausschlaggebenden Gründe, die den Stadtrat im April bewogen, den Glaskubus zwischen Kulturgeschichtlichem Museum, Akzisehaus und Felix-Nussbaum-Haus abzulehnen.Über die Notwendigkeit neuer Räume für Garderoben, Toiletten und Vortragssäle herrschte indes ebenfalls Einigkeit. Nach der Sommerpause hat das Architekturbüro Libeskind einen neuen Planungsentwurf vorgelegt, über den der Rat heute abstimmt, genauer gesagt: abstimmen muss. Denn wieder einmal drängt die Zeit.
Realisieren lässt sich der knapp 3, 2 Millionen Euro teure Anbau nur mit finanzieller Hilfe aus Brüssel: Rund die Hälfte der Summe soll aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, kurz EFRE, kommen. 400 000 Euro steuert die Niedersächsische Lottostiftung bei, für die restliche Million Euro müssen die Stadt und Sponsoren aufkommen.
Da die Antragsfrist für die EFRE-Mittel Ende September abläuft, ist Eile geboten. Die Vorarbeit dazu leistete der Kulturausschuss im nicht öffentlichen Teil seiner letzten Sitzung. Dort herrschte weitgehend Konsens über den neuen Vorschlag des Architekturbüros Libeskind, denn er nimmt die Anregungen eines Workshops mit überregionalen Experten auf und ist zudem sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt wesentlich günstiger als der ursprünglich geplante Glaskubus. Der hätte die Stadt fast zwei Millionen Euro gekostet und Folgekosten von über 200 000 Euro im Jahr für Reinigung und Heizung verursacht. Beim neuen Entwurf sind nur noch jährliche Kosten von 91 200 Euro veranschlagt.
Der Anbau wird, sollte er denn realisiert werden, schon vom Wall aus ein deutlich sichtbares Zeichen setzen: Mit einer Holzfassade greift er das holzverkleidete Element des Felix-Nussbaum-Hauses auf, das vom Nussbaum-Gang durchbrochen wird, als wäre ein Teil abgeschnitten worden. Dieser Teil wird gedreht ans Kulturgeschichtliche Museum angebaut, " wie ein Reststück des Nussbaum-Hauses", sagt Inge Jaehner, die Leiterin des Nussbaum-Hauses. Das verleiht dem Anbau nicht nur " innere Logik", wie Jaehner meint, sondern schafft auch die von den Experten geforderte inhaltliche Klammer zwischen Kulturgeschichtlichem Museum und dem Libeskind-Bau.
Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaues sollen Kasse und Museumsshop Platz finden. Die gemeinsame Garderobe sowie die Toiletten für beide Museen werden über Treppe oder Lift im Sockelgeschoss des Kulturgeschichtlichen Museums erreicht. Zudem ist hier ein multifunktionaler Raum für Vorträge, Konzerte und Empfänge für bis zu 200 Gäste geplant, wofür das Nussbaum-Haus bisher kaum Möglichkeiten bietet. Das obere Geschoss beherbergt die Museumspädagogik und die Studienbibliothek Karl Georg Kaster. Der Zugang zum Nussbaum-Haus führt durch einen Verbindungsgang über die historische Bogenbrücke.

Bildtext: Mehr Platz: Der Erweiterungsbau soll das Kulturgeschichtliche Museum und das Felix-Nussbaum-Haus sowohl inhaltlich als auch räumlich verklammern. Foto: Jörn Martens
Autor:
Ralf Döring


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