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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Duell im Windkanal: Schüler-Zug schlägt ICE
Zwischenüberschrift:
Wittekind-Realschüler erarbeiten in Projektwoche Zukunftsvorschläge für die Bahn
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn eine Firma wissen möchte, wie sie im Jahr 2022 erfolgreich sein kann, engagiert sie teure Berater. Oder sie fragt einfach einige ihrer treuesten Kunden. 14 Schüler der Wittekind-Realschule haben sich während einer Projektwoche intensiv mit der Zukunft der Deutschen Bahn beschäftigt und dem Unternehmen erstaunlich wirklichkeitsnahe Vorschläge gemacht.
Denn wer womöglich davon ausgegangen war, dass 15- bis 17-jährige Schüler vor allem Preissenkungen und Gratis-Serviceleistungen im Kopf haben, irrte sich. Viele der Ideen, die die Jugendlichen bei ihrer Präsentation unter dem Motto " Jugend denkt mobil" im Hauptbahnhof vorstellten, drehten sich vielmehr um die Frage, wie die Bahn durch Zusatzangebote Geld verdienen kann.
So schwebt den jungen Unternehmensberatern beispielsweise eine Software vor, durch die das Mobiltelefon zur Navigationshilfe durch das Bahnsteig-Gewirr wird inklusive ständig aktualisierter An- und Abfahrtzeiten. Kostenempfehlung für das Herunterladen: 30 Euro. Auch eine Preisliste für den Speisewagen (" 0, 5 l Wasser: zwei Euro") und die Idee eines Verkaufsabteils, in dem Produkte von Partnerfirmen feilgeboten werden, machten deutlich, dass die Wittekind-Schüler durchaus in betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen denken. " Die Bahn wird als sehr großes, entwicklungsfähiges Unternehmen gesehen", lautete ein Fazit der Jugendlichen, das sicherlich auch Bahnchef Hartmut Mehdorn gefreut hätte.
Allerdings musste sich Gastgeber Wolfgang Torkler von der DB Regio AG auch Kritik anhören. " Auch wenn die Statistik der DB zu anderen Ergebnissen kommt, empfinden die Befragten die Bahn als unpünktlich", brachten die Schüler eine im Bahnhof durchgeführte Umfrage auf den Punkt.
Auch die Fahrausweis-Automaten gerieten ins Visier: Mit der Stoppuhr maßen die Jugendlichen die Dauer eines durchschnittlichen Ticketkaufs und diagnostizierten deutlich verbesserungswürdigen Bedienkomfort. Dieser Beobachtung mochte Bahn-Mitarbeiter Torkler nicht widersprechen tatsächlich sei bereits geplant, alle Automaten bis 2010 durch neue zu ersetzen.
Auch die Idee, durch Solarzellen auf Zugdächern Energie zu gewinnen, überzeugte Torkler: " Das wird es künftig bestimmt geben."
Keine Zusage konnte er hingegen machen, ob der von einer Arbeitsgruppe ersonnene aerodynamische Zukunftszug bis 2022 realisiert wird. Einen ersten Test hat der Entwurf aber bereits bestanden: Mithilfe eines Ventilators, eines Pappkartons und Räucherstäbchen improvisierten die Jugendlichen einen Windkanal. In diesem trat das Knetgummi-Modell des Schüler-Zuges gegen eine Modellbahn-Variante des ICE an. Eindeutiges Ergebnis: 1: 0 für die cleveren Tüftler von der Wittekind-Schule.

Bildtext: In einem selbst gebastelten Windkanal verglichen die 14 Realschüler ihr Knetgummi-Modell einer aerodynamischen Lokomotive mit den Spielzeugversionen realer DB-Züge. Ergebnis: Der Schüler-Entwurf ist windschnittiger. Foto: Jörn Martens
Autor:
ack


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