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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein schlichter und umstrittener Bau
Zwischenüberschrift:
75 Jahre Heilig-Kreuz-Kirche
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein Gotteshaus, das für Diskussionen sorgte: Mit ihrer monumentalen Schlichtheit repräsentiert die Heilig-Kreuz-Kirche in Schinkel eine architektonische Ausdrucksform des Sakralbaus, die in der Zeit ihres Entstehens etwas Neues darstellte. Jetzt jährt sich ihre Einweihung zum 75. Mal, was die Gemeinde unter anderem mit einem Chorkonzert feiert.
Ein nicht sichtbares Stahlgerüst, ummantelt von Backsteinmauern, stützt die Heilig-Kreuz-Kirche. Keine Säulen oder Stützpfosten im hohen Innenraum verstellen den Blick zum Altar. Mit diesem Kunstgriff nahm Baumeister Dominikus Böhm die Forderung des Zweiten Vatikanischen Konzils nach einer intensiven Teilnahme der Gemeinde am Gottesdienst architektonisch auf. Böhm (1880–1955) erwarb sich besonderes Renommee im Bau katholischer Kirchen im Rheinland, im Ruhrgebiet und in Holland, sogar in Südamerika sind seine schlichten, fast karg anmutenden Bauten zu finden.
" Zu der Zeit waren neue Kirchenbauten eher historisierend angelegt", sagt Wilhelm Tegeder vom Kirchenvorstand. Das 1933 in der Schützenstraße geweihte Gotteshaus war mit seinen nüchternen Bauhauselementen da schon etwas ganz anderes und auch nicht unumstrittenes, wie Tegeder aus Erzählungen seiner Eltern weiß: " Da wurde schon von manchem gelästert, die Kirche sehe wie die Produktionshallen des Stahlwerks im Schinkel aus."
Der stattliche Kirchturm war zwar schon in Böhms Plänen vorgesehen doch wegen Geldmangels konnte er erst in den 60er Jahren gebaut werden. Bis dahin hingen die Glocken " Parterre", erzählt Tegeder, in einem ganz kleinen Anbau. Mit der Weihung der Kirche endete für die Gemeinde ein seit ihrer kanonischen Errichtung 1914 bestehendes Provisorium, denn neben dem Pfarrhaus hatte sie lediglich eine kleine Notkirche zur Verfügung.
Bis heute fühlt sich die Gemeinde dem architektonischen Konzept Böhms verpflichtet und geht bei Renovierungen entsprechend behutsam vor. Der ursprüngliche Hochaltar existiert nicht mehr mit einer nach vorne gezogenen Altarinsel, um die sich die Gemeinde im Kreis versammeln kann, hat man auf die sinkende Zahl der Gemeindemitglieder reagiert.
" Zwar ist die Kirche am 22. Oktober 1933 eingeweiht worden, doch wir wollen das 75-jährige Jubiläum etwas vorgezogen während unseres jährlichen Patronatsfestes feiern", sagt Pfarrer Heiner Langewand. Einer der Höhepunkte des Jubiläums wird das Konzert mit Chormusik aus fünf Jahrhunderten des Osnabrücker Jugendchors am morgigen Samstag um 18 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in der Schützenstraße sein. Der Eintritt ist frei, erbetene Spenden sollen der Renovierung des Pfarrheims und des Kindergartens zugutekommen.
Am Sonntag findet um 10.30 Uhr ein festlicher Familiengottesdienst statt, um 15 Uhr folgt eine Groschenkirmes.

Bildtext: Jubiläum und Patronatsfest: Pfarrer Heiner Langewand und Wilhelm Tegeder vom Kirchenvorstand werben für das Chorkonzert am morgigen Samstag. Foto: Elvira Parton
1933 wurde das Gotteshaus geweiht, für den Turm, der in den 60er Jahren gebaut wurde, fehlte anfangs das Geld.
Autor:
klu


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