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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stillstand am Neumarkt
 
Preispoker blockiert den Neumarkt
Zwischenüberschrift:
Immobilienfonds kommt mit Vermarktung des Wöhrl-Komplexes nicht voran
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Die Eigentümer des ehemaligen Wöhrl-Komplexes am Neumarkt treten bei der Vermarktung des leerstehenden Gebäudes offenbar auf der Stelle. Es gebe Gespräche mit Interessenten, sagte eine Sprecherin des Investmentunternehmens Goldman Sachs. Mehr könne sie zu diesem Zeitpunkt dazu nicht sagen. Ein Durchbruch scheint nicht in Sicht. Vor genau einem Jahr hatte ein Projektentwickler die Arbeit am Neumarkt eingestellt, weil der Eigentümer angeblich überzogene Preisvorstellungen hatte. Die Stadt bemühte sich vergebens, den Preispoker zu beenden. Das ehemalige Wöhrl-Haus ist das Schlüsselobjekt bei der geplanten Umgestaltung des Neumarktes. Geplant ist unter anderem ein Einkaufszentrum mit Eingang an der Ecke Neumarkt/ Johannisstraße.Seite 17

Osnabrück. Die Zeichnungen für ein Einkaufszentrum am Neumarkt liegen seit fast zwei Jahren vor. Aber es bewegt sich nichts, weil der Eigentümer des Wöhrl-Komplexes mit der Vermarktung nicht vorankommt.
hin Osnabrück. Das ehemalige Wöhrl-Kaufhaus ist das Schlüsselgrundstück am Neumarkt. Das geplante Einkaufszentrum mit Eingang an der Ecke Johannisstraße/ Neumarkt ist nur mit dem Ex-Wöhrl-Haus zu realisieren. Vor genau einem Jahr scheiterten die Verhandlungen zwischen dem von der Stadt beauftragten Projektentwickler aus Münster und dem Eigentümer des Wöhrl-Komplexes an angeblich überzogenen finanziellen Forderungen des Eigentümers.
Der Wöhrl-Komplex gehört dem Immobilienfonds Whitehall, einer Tochtergesellschaft der Investmentbank Goldman Sachs. Das Haus war 2007 als Teil eines riesigen Immobilienpakets von der Versicherungsgesellschaft Ergo an Goldman Sachs verkauft worden. In diesem Milliardengeschäft ist Osnabrück nur ein winziges Teilchen. Das Kaufhaus steht leer, nur ein Friseurgeschäft hält tapfer aus.
Eine Sprecherin von Goldman Sachs bestätigte, dass Verhandlungen mit Interessenten über die Osnabrücker Immobilie geführt würden. Deshalb könne sie keine weiteren Angaben machen. Man wisse sehr wohl um die " herausragende Bedeutung" des Komplexes für Osnabrück, sagte die Sprecherin.
Oberbürgermeister Boris Pistorius und Stadtbaurat Wolfgang Griesert haben in den vergangenen Monaten mehrfach versucht, auf die führenden Köpfe des Immobilienfonds einzuwirken. Bislang ohne sichtbares Ergebnis. Die Zusagen der Manager verpufften: Mitte dieses Jahres, so hatten sie der Stadt mitgeteilt, solle die Entscheidung fallen, ob der Fonds die Wöhrl-Immobilie verkaufen oder selbst entwickeln will. Jetzt kommt der Herbst. Nichts ist entschieden.
Und so stagnieren auch die Bemühungen um das Einkaufszentrum, das vor allem der Johannisstraße neuen Schub geben würde. Nach Angaben des Verwalters einer Immobilie am Neumarkt, die zwingend für das Center gebraucht würde, ist der Verkauf " aktuell kein Thema". Gespräche würden zurzeit nicht geführt.
Die Stadtplaner arbeiten jetzt an Plan B: Der Neumarkt soll ohne Einbeziehung des Wöhrl-Grundstücks weiter entwickelt werden. Aber auch das ist nicht einfach. Denn geplant ist, den Verkehr dreispurig über den Neumarkt zu führen und den Busbahnhof vor das Wöhrl-Gebäude zu verlegen. Ohne ein Stück des Gehwegs und ohne Um- oder Neubau des Wöhrl-Gebäudes, geht das nicht. / Bildtext: Die Zukunft des Neumarkts und des ehemaligen Wöhrl-Komplexes ist weiter ungewiss. Die Vermarktung der Immoblie erweist sich als schwierig. Foto: Michael Hehmann

Kommentar von Wilfried Hinrichs:

Arrogant und gierig

Vor genau einem Jahr haben wir an dieser Stelle die Immobilienhaie und Heuschrecken an das Grundgesetz erinnert: Eigentum verpflichtet! Auch wenn es offenbar nichts nützt, wir tun es noch einmal: Liebe Fondsmanager, wir wissen, dass in ihrem alltäglichen Milliardenspiel Osnabrück nur ein winziges Steinchen ist, aber für die Stadt ist es sehr wichtig, dass Sie endlich mit der Vermarktung des Wöhrl-Hauses vorankommen. Pochen Sie nicht auf den letzten Cent, sondern erkennen Sie endlich, dass es Entwicklungsperspektiven gibt, von denen Sie auch profitieren könnten, die Sie aber durch Ihre Arroganz und Gier blockieren.
Das Wöhrl-Haus ist das Schlüsselobjekt in der städtebaulichen Dauerbaustelle Neumarkt. Der Bau eines Centers, die Neuordnung des Busverkehrs, die Anbindung des südlichen Neumarktes an die Fußgängerzone solange die Zukunft des Glas-Klotzes nicht geklärt ist, haben diese Überlegungen keinen realen Wert. Also, liebe Immobilienhändler, schaut auf diese kleine Stadt und macht endlich Euren Job zum Wohle der Allgemeinheit.
w.hinrichs@ neue-oz.de
Autor:
hin


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