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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadt fordert Auskunft über Blei-Belastung
Zwischenüberschrift:
352 Masten in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt fordert vom Stromkonzern RWE genauere Auskunft über das Ausmaß der Bodenverunreinigung durch bleihaltige Rostschutzfarbe auf Strommasten.
hin Osnabrück. Nach den bisherigen Ermittlungen des Essener Energieversorgers stehen in Osnabrück zwölf Masten, die mit Bleimennige gestrichen worden sind. Sie stehen alle in Voxtrup, zum Teil im Einzugsgebiet des Wasserwerks Düstrup. Anzeichen, dass das Trinkwasser beeinträchtigt werden könnte, gibt es laut Umweltverwaltung der Stadt bislang nicht.
" Damit ist das ganze Ausmaß des Problems aber nicht erfasst", sagte Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Umwelt, in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Denn: RWE hat bislang nur die Höchstspannungsleitungen (220- bis 700-kV-Leitungen) untersucht. Offen ist, wie viele Masten der Mittel- und Hochspannung früher mit Blei-Farbe bestrichen worden sind. In Osnabrück gibt es nach Angaben der Umweltverwaltung insgesamt 352 Masten für Mittel-, Hoch- und Höchstspannung. In Betracht zu ziehen seien auch 43 ehemalige Maststandorte zum Beispiel in Nahne, wo vor einigen Jahren eine Überlandleitung verlegt worden ist.
Der Energieriese hat Datenerhebungen in Auftrag gegeben, die wegen der Masse einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Der Konzern besitzt etwa 86 000 Strommasten. Allein in Nordrhein-Westfalen sind 3000 der eisernen Träger bleiverdächtig.
RWE betont, dass keine unmittelbaren Gefahren von den Masten ausgehen. Der Konzern will dennoch vorsorglich den Boden unterhalb der betroffenen Masten auf einer Fläche von jeweils gut hundert Quadratmetern kalken lassen, wenn die Flächen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden. Von den insgesamt 381 Masten für Höchstspannungsleitungen in Stadt und Landkreis Osnabrück stehen 213 auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Davon werden 143 vorsorglich gekalkt.
Der Kalk soll das Schwermetall binden und so verhindern, dass es über Pflanzen und Tiere in die Nahrungskette gerät. Niederschläge können das Blei über Jahre aus der Farbe auswaschen und in den Boden spülen. Gelangt das Schwermetall direkt oder über die Nahrungskette in den Körper, kann es schwerste Gesundheitsschäden verursachen. Wenn der mittlerweile verbotene Rostschutz mit einer unbedenklichen Farbe überstrichen wird, ist ein Auswaschen des Bleis nach Angaben der RWE-Transportnetz Strom GmbH nicht mehr möglich. Die bleihaltige Rostschutzfarbe ist bis 1990 verwandt worden. / Bildtext: Mehrere Strommasten im Stadtteil Voxtrup sind mit bleihaltiger Farbe gestrichen worden. Der Energiemulti RWE betont aber, dass keine unmittelbare Gefahr besteht. Foto: Jörn Martens
Autor:
hin


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