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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Handelsweg nach Herford
Zwischenüberschrift:
Die Meller Straße ist heute eine Geschäftsstraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Völlig verändert hat sich die Meller Straße im Lauf der Zeit, wie der Vergleich der beiden Bilder zeigt. Der genaue Standort des Fotografen war nur mit einer Lupe zu ermitteln. Auf der historischen Aufnahme ist auf dem Haus links ein Straßenschild angebracht, das den entscheidenden Hinweis liefert. Da steht Stahlwerksweg drauf.
Hier verkaufte Josef Wilhelm Schmidt im Jahr 1921 Zigarren und weitere Tabakwaren. Kunden gelangten durch einen Eingang in das Geschäft, der in die Ecke des Gebäudes eingelassen war. Schmidt präsentierte seine Waren hinter großen Schaufenstern, wie sie sich Anfang des 20. Jahrhunderts durchsetzten. Im neuen Gebäude, das vermutlich aus den 50er Jahren stammt, wurde der Eingang an die Meller Straße verlegt. Hier findet sich nun das Fachgeschäft " Elektro Heinicke".
Ein paar Schritte weiter steht ein Haus, das die Zeit überdauert hat und heute blau getüncht ist. Es ist ein Bau aus der Gründerzeit, wie es ehemals viele an der Meller Straße gab. Ab etwa 1870 verlangte das aufstrebende Bürgertum nach solch repräsentativen Bauten. Diese lehnten sich an frühere Baustile an. Dieser Baustil endete mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges.
Anfang des 20. Jahrhunderts war die Meller Straße die damals noch gepflastert war durchgehend von Bäumen gesäumt, die ordentlich in gleicher Größe aufgereiht waren. Heutzutage sind hier nur noch vereinzelt Laubbäume zu finden.
Der Verlauf der Straße orientiert sich an einem mittelalterlichen Handelsweg, der über den Fledder in Richtung Herford und Paderborn führte. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt entlang dieser Linie. Damals erstreckte sich vor dem Johannistor ein großes altes Gartengebiet zwischen Meller, Sutthauser und Iburger Straße, die Wörthstraße markierte die südliche Grenze. Diese Bürgergärten fielen der Stadtplanung zum Opfer.
Heute beginnt die Meller Straße am Rosenplatz und endet an der Straße " An der Huxmühle" Bildtexte: . Ordentlich aufgereiht und gleich groß sind die Bäume an der Meller Straße im Jahr 1921. Geprägt war sie damals von Gründerzeithäusern, Gaslaternen, breiten Gehsteigen und einer gepflasterten Fahrbahn. Die Ansichtskarte hat uns Dieter Mehring aus Moers zur Verfügung gestellt. Verschickt wurde sie auf die Nordseeinsel Borkum . / . Ordentlich verputzt sind die Häuser an der Meller Straße, die heute nur noch von wenigen Bäumen gesäumt ist. Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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