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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Experte: Osnabrück braucht viel mehr Wohngebiete
Zwischenüberschrift:
"Sie vertreiben sonst die Menschen aus der Stadt"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wenn Osnabrück den Wohnungsbau nicht mit Nachdruck vorantreibt, wird die Einwohnerzahl weiter sinken. Zu diesem Urteil kommt Martin Wentz, ehemaliger Dezernent für Planung der Stadt Frankfurt und Professor am Institut für Immobilienwirtschaft der Uni Regensburg.
" Es ist völlig schlüssig, dass Sie Einwohner verlieren", sagte Wentz am Dienstagabend, als im Haus der Jugend die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses zur Gestaltung der Briten-Kasernen vorgestellt wurden. Wentz war als Gastredner geholt worden, um seine " Visionen und Leitideen" für die Stadtplanung vorzustellen. Sein Vortrag geriet in einem Teil zu einer Rüge für die restriktive Osnabrücker Baulandpolitik in früheren Jahren.
In der Wohnungswirtschaft gilt als Faustregel, dass der Wohnflächenbedarf pro Kopf jährlich um 0, 8 Prozentwächst. Für Osnabrück setzte der ehemalige Frankfurter Chefplaner 0, 5 Prozent an. Beim aktuellen Bestand von 85 000 Wohnungen in Osnabrück müssten demnach jährlich 425 Wohneinheiten neu entstehen. Tatsächlich waren es im vergangenen Jahr 260 Wohneinheiten. Zu geringer Wohnungsbau führe tendenziell zu Einwohnerverlusten. Wentz: " Wenn Sie nicht bauen, vertreiben Sie die Menschen aus der Stadt."
Tatsächlich hat Wentz die Zahlen noch zu niedrig angesetzt. Laut Statistik der Stadt ist die Wohnfläche pro Kopf in den vergangenen 30 Jahren im Schnitt jährlich um 1, 5 Prozent gestiegen. 1977 lag die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf in Osnabrück bei 30 Quadratmeter, 2007 waren es 44 Quadratmeter. Mit anderen Worten: Der Bedarf ist sogar noch deutlich höher als von Wentz in seiner vorsichtigen Prognose angenommen. 40 Neubaugebiete sind rechtskräftig oder so weit in der Planung, dass sie bis 210 bebaut werden können. Sie bieten Platz für 1737 Wohneinheiten.
Wentz empfahl, sich nicht auf die Umwandlung der Briten-Flächen zu beschränken, sondern weitere Wohngebiete in unterschiedlichen Strukturen und Preislagen anzubieten.

Bildtext: Prof. Dr. Martin Wentz
Autor:
hin


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