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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein neues Pflaster zum Bergfest
Zwischenüberschrift:
Piesberger Firmen spenden Steine für Außengestaltung des Gesellschaftshauses
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Das Piesberger Gesellschaftshaus gehört unbestritten zu den schönsten historischen Saalbauten Norddeutschlands. Die Stadt Osnabrück sorgt mittlerweile dafür, dass das Gebäude erhalten bleibt. Nun wird der ehemalige Versammlungsort der Piesberger Zeche auch von außen verschönert. Dann kann hier bald wieder wie schon vor 1960 unter Linden getrunken und gegessen werden.
Die Studentin der Landschaftsarchitektur Carina Hagedorn machte in diesem Frühjahr nichtsahnend ein Praktikum im Projektbüro Piesberg und bekam von ihrer Projektleiterin prompt einen höchst aktuellen Auftrag: Die Außenanlage um das Gesellschaftshaus sollte nicht nur ein neues Aussehen erhalten, sondern fachgerecht und geschichtlich passend umgestaltet werden.
Also machte sich Carina Hagedorn auf, um in den Osnabrücker Archiven Vorlagen und alte Fotodokumente zu finden. Ihr Entwurf orientiert sich an Vorgaben des Denkmalschutzes und an der Flächengestaltung von 1960.
In weiten Kreisen werden nun Pflastersteine verlegt. " Das ist eine Pflasterung mit Bogenform", erklärt Carina Hagedorn, " es schließen sich Bögen um das Gebäude."
Das Besondere an den Steinen: Es sind alles Spenden verschiedener Osnabrücker Bauunternehmen, die die Steine aus aufgelösten Kopfsteinpflastern aufbewahrt haben. Nun werden sie vor dem Gesellschaftshaus " recycelt". Die Auszubildendenkolonne des Eigenbetriebs Grünflächen und Friedhöfe verlegt jetzt Carbonquarzit, " den guten Piesberger Stein", wie ihn Wolfgang Griesert, Osnabrücks oberster Baumeister, nennt. Er freut sich sowohl darüber, dass die Studentin praktisch arbeiten kann, als auchüber den Einsatz der Azubis. " Das ist nichts, was irgendwo auf dem Bauhof entsteht und dann wieder abgerissen wird, sondern etwas mit Bestand", sagt Wolfgang Griesert.
Dass die " historische Kontinuität" dazu auch noch gewahrt werde, passe gut ins Konzept des Piesbergs als Naherholungsgebiet. " Wir arbeiten hier mit Mosaiksteinen", erklärt Ratsvorsitzender Josef Thöle und zählt neben dem Gesellschaftshaus die verschiedenen Ausflugsziele am Berg auf: Aussichtsplattformen, Mammutbaum, Südstieg und die Anlage der Dampflokfreunde gehören dazu. " Diese Mosaiksteine werden alle miteinander verknüpft", sagt Josef Thöle.
In dieses Konzept passt folgerichtig auch die Idee einer " Außengastronomie", so wie es sie noch 1960 gab. Damals war eine andere, kleinere Tür am Gesellschaftshaus der Haupteingang, Tische und Stühle standen davor. Das soll es bald wieder geben, erklärt Imke Wedemeyer, die Geschäftsführerin des Piesberger Gesellschaftshauses. Sie plant " mit einfachen Mitteln ein besonderes Café", das zunächst nur sonntags geöffnet sein wird.
Carina Hagedorns Entwurf sieht noch viel mehr vor: eine feste Konzertbühne, einen Seminargarten und verschiedene Pflanzungen zur Hangsicherung. All dies kommt allerdings später: Zuerst muss das Pflaster fertig werden. Schließlich wird am 7. September schon das Bergfest gefeiert.

Bildtext: Die passende Lösung gefunden: Die Ausbildungskolonne des Eigenbetriebs Grünflächen und Friedhöfe setzt die Steine. Das Material stellten Osnabrücker Unternehmen, die am Piesberg verwurzelt sind.

Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
Maja Weber


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