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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hasestraße am Scheideweg
Zwischenüberschrift:
Fünf Geschäftsaufgaben – Verwirrung um abgeschaffte Bushaltestelle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Entwickelt sich die Hasestraße zum Sorgenkind des innerstädtischen Einzelhandels? Das scheint auf den ersten Blick der Fall zu sein, denn fünf Ladenlokale stehen leer und die Grünanlagen sind alles andere als gepflegt.
Die engagierte Werbegemeinschaft fordert seit langem, den Straßenverlauf baulich aufzuwerten. Verwirrung gibt es um die Bushaltestelle Vitihof, die stadteinwärts zunächst ersatzlos abgeschafft wurde.
Eine gesunde Mischung aus Gastronomie und Geschäften prägt seit Jahrzehnten die Hasestraße. Außerdem gibt es ein Kino, eine Tanzschule und einen Nachtclub sowie als Kundenmagneten den Plus-Supermarkt. Trotzdem droht die älteste Handelsstraße Osnabrücks ähnlich wie die Johannisstraße samt Neumarkt ins Abseits zu geraten (siehe auch den Bericht unten).
Geschäftsaufgaben: Fünf Ladenlokale stehen seit einigen Wochen leer. Eine solche Häufung hat es bisher noch nicht gegeben. Im Frühjahr hat Restemeyer, das 1946 gegründete Fachgeschäft für Glas, Porzellan und Geschenke, geschlossen – " krankheitsbedingt", sagen die Inhaber. Zwei frühere Angestellte wollen bereits im September mit einem vergleichbaren Sortiment in Eigenregie einen Neuanfang wagen. Auch die Schaufenster des über 100 Jahre alten Schuhhauses Goldbecker sind derzeit verhängt. Aus Altersgründen hat der Inhaber seinen Laden aufgegeben. Im Herbst soll hier ein Geschäft für Wohndesign und Wasserbetten öffnen. Geschlossen sind außerdem der Imbiss Picnic, Anitas Wäschemoden und das Reformhaus Steingröver, das sich auf den zweiten Standort an der Lotter Straße konzentrieren will.
Aufwertung: Vor zwei Jahren haben Rat und Verwaltung die Umgestaltung der Hasestraße auf den Weg gebracht. Derzeit werden die Kosten für verschiedene Bauvarianten ermittelt. Wann die Umgestaltung beginnt, ist nach Auskunft der Stadt aber noch völlig unklar. Die Werbegemeinschaft wünscht sich eine schnelle Aufwertung der Hasestraße. Der Straßenbelag sei zwar noch ganz gut, sagt der Vorsitzende Oliver Balke (TV/ Hifi/ Video Busmann) – " die Grünanlagen gehen aber gar nicht". Auch das ganze Ambiente mit den alten Kugelleuchten mitten auf den Gehwegen sind ihm ein Dorn im Auge. Die Anlieger haben einiges auf die Beine gestellt. Etliche Fassaden sind saniert, in der Adventszeit wird zum dritten Mal die aufwendige Weihnachtsbeleuchtung mit Lichtervorhängen und Osnabrück-Motiven aufgehängt. Oliver Balke fordert mehr Entgegenkommen der Stadt, " damit wenigstens der gegenwärtige Zustand ordentlich erhalten wird". Wünschenswert wäre es, wenn weniger Überlandbusse durch die Hasestraße fahren.
Bushaltestelle: Zum Schuljahresbeginn ist die Haltestelle Vitihof stadteinwärts entfernt worden. Auch die Werbegemeinschaft hatte sich für einen Rückbau starkgemacht, um der dortigen Eisdiele Außengastronomie zu ermöglichen. Allerdings sei es erklärtes Ziel gewesen, die Haltestelle lediglich zu verlegen und nicht ganz abzuschaffen. Nach Auskunft der Stadt wird es einen Ersatz geben (etwa in Höhe des Plus-Supermarktes), allerdings erst im Zusammenhang mit der geplanten Straßenneugestaltung.
Der Kreisverband Osnabrück des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und die Initiative " Pro Bahn" kritisieren, dass nun auf unbestimmte Zeit eine Aus- und Zustiegsmöglichkeit weniger vorhanden ist zumal sie stärker frequentiert wurde als die 200 Meter entfernte Bushaltestelle Hasetor.

Bildtext: Trostloses Bild in der Hasestraße: Das Schuhhaus Goldbecker (oben), Anitas Wäschemoden (unten links) und das Glas- und Porzellanfachgeschäft Restemeyer haben geschlossen.

Fotos: Jörn Martens
Autor:
jan


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