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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Richtige Antwort auf rasant steigende Energiepreise
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Fast jeder kann ein Kraftwerk haben/Stadt berät Hauseigentümer: Photovoltaikanlage rechnet sich in 15 Jahren" (Ausgabe vom 18. August).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel " Fast jeder kann ein Kraftwerk haben/ Stadt berät Hauseigentümer: Photovoltaikanlage rechnet sich in 15 Jahren" (Ausgabe vom 18. August).
" Auch das Dach meines Hauses eignet sich laut sun-area sehr gut für eine Photovol-taikanlage. Auch ich würde und könnte nach Beratung durch Herrn Vagelpohl investieren und ca. 50 m2 Kristallinzellen installieren, also ungefähr 5, 8 kWp Energie erzeugen. Doch leider werde ich kein eigenes Kraftwerk′ haben, denn das Grünflächenamt pflanzte vor meinem Haus vor Jahren drei Eichen. Sehr zu begrüßen, denn, wer sich wie ich für alternative, ökologisch sinnvolle Energieerzeugung engagieren will, begrüßt ebenfalls jeden Baum. Nur beschatten zwei davon zukünftig die sehr gut′ geeignete Dachfläche, was eine Solaranlage in fünf bis zehn Jahren wenig effizient machen würde. Da ich bereits seit geraumer Zeit eine Photovol-taikanlage ins Auge gefasst habe, stehe ich seit 2005 mit der Stadt Osnabrück über die beiden Eichen vor dem Dach′ meines Hauses in Verhandlung. Unter Berücksichtigung der damals zur Pflanzung führenden landschaftsarchitektonischen Gründe habe ich 2005 vorgeschlagen, ersatzweise zwei Eichen 25 Meter entfernt auf dem neben dem Gebäude liegenden ebenfalls städtischen Grünstreifen vor dem dortigen Spielplatz zu pflanzen, der sich nämlich nur durch urwüchsigen′ Grasbewuchs auszeichnet und sich für den Baumbestand ebenso eignen würde. Zusätzlich habe ich angeboten, auf eigene Kosten gegebenenfalls niedrigwüchsigere Bäume auf dem städtischen Grünstreifen vor meinem Haus zu pflanzen. Das Ergebnis wäre eine klassische Win-win-Situation. Die Stadt konnte die Argumentation in diesem Fall′ zwar gut nachvollziehen, wollte aber keinen Präzedenzfall′ schaffen. Da Voxtrup Wasserschutzgebiet ist, kommt ebenfalls keine Erdwärmepumpe als alternative Energiequelle infrage. Die Stadt bot mir nun an, alternativ auf einem städtischen Dach eine Solaranlage zu finanzieren, was für mich als privaten Eigenheimbesitzer nicht die Lösung′ ist. Fazit: Die städtischen Bäume bleiben, das von der Stadt gewünschte Kraftwerk′ kommt nicht. Es kann eben nur‚fast jeder′ ein Kraftwerk haben."

Dr. Marianne Lehker
Am Mühlenkamp 33
Osnabrück

Alternative heißt Dämmen

Die Solardach-Initiative der Stadt Osnabrück (Fachbereich Umwelt und Fachhochschule) kann nur begrüßet werden und verdient uneingeschränkt Unterstützung. Sich den Strom nach Möglichkeiten selbst zu machen mit kostenloser Sonnenenergie ist die richtige Antwort auf rasant steigende Energiepreise und eine schamlose Selbstbedienung der großen Stromkonzerne für Netznutzung und Energie (siehe auch Neue OZ vom 15.08.2008, " Geld zurück vom Stromriesen"). Dabei gilt für alle, die den Bau einer Solarstromanlage erwägen, der Grundsatz: Lieber heute als morgen. Denn wenn die Anlage in diesem Jahr noch in Betrieb genommen wird, bekommt man noch die volle Vergütung von 46, 75 Cent für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde: bei Inbetriebnahme ab 2009 sind es 8 Prozent weniger. So schreibt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz vor. Die Preise für Solarstromanlagen werden aber nicht zu Silvester über Nacht um 8 Prozent nachgeben: wir rechnen eher mit einem allmählichen Preisrückgang für Solarzellen und - module. Noch stärker als der Strompreis steigt allerdings der Gaspreis an. Hier heißt die Antwort nicht Solarstrom vom Dach (Fotovoltaik), sondern 1. dämmen, 2. noch mal dämmen und dann 3. der Einbau einer solarthermischen Kollektoranlage mit Heizungsunterstützung, möglichst verbunden mit einer Heizungsmodernisierung. 12 bis 20 Kollektorfläche sind gut für ein Haus, und je nach Benutzerverhalten und Dämmstandard lassen sich so 20 bis 25 Prozent der Heizkosten einsparen. Je besser das Haus gedämmt ist, umso höher ist der Heizwärme-Anteil, den man mit Sonne sparen kann. Das städtische Solardach-Kataster sun-area gibt Hinweise, welche Dächer solargeeignet sind, egal ob für Fotovoltaik oder für Kollektoranlagen für Warmwasser mit Heizungsunterstützung. Was wirklich geht und was nicht, kann allerdings nur ein Fachmensch sagen. Sun-area findet man unter www.osnbrueck.de, und wer neben der Energiekosten-Einsparung auch an Klimaschutz interessiert ist, findet auf der städtischen Internetseite noch einen ganz persönlichen Kohlendioxid-Rechner, mit dem man seinem ganz persönlichen Kohlendioxid-Ausstoß ausrechnen kann."

Prof. Dr. Klaus Kuhnke
Solarenergieverein
Osnabrück e. V.
Postfach 1940
Osnabrück


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