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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Vom Saalbau zur Hallenkirche
Zwischenüberschrift:
In der Kirche St. Marien stecken über 1000 Jahre Geschichte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Marienkirche ist eng mit der Osnabrücker Geschichte verknüpft. Doch auch ihre Entstehung selbst ist eine eigene Geschichte.
Aus der Luft betrachtet, zeigt sich am Gewirr der Dächer deutlich, dass die Kirche St. Marien im Herzen der Altstadt liegt. Ihre Anfänge gehen vor die erste Jahrtausendwende zurück. Vermutlich gab es schon zwischen 800 und 850 eine hölzerne Vorgängerkirche. Das legen frühe Bestattungen aus dieser Zeit nahe.
Die Entstehung der heutigen Kirche lässt sich in sechs Bauphasen einteilen. So wurde im 10. oder 11. Jahrhundert an der heutigen Stelle ein einschiffiger Saalbau mit einer halbrunden Altarnische gebaut. Auf seinem Grundriss folgten vom 11. bis zum 13. Jahrhundert drei weitere Kirchen. Im 13. und 14. Jahrhundert entstand schließlich das Gebäude in der heutigen Form einer gotischen Hallenkirche. Sie wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts um den aufwendigen Chorraum mit seinem Freipfeilern erweitert.
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Kirche immer wieder verändert. Der heutige Turmhelm ist nach barockem Vorbild geformt. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgesetzt, in dessen Verlauf die Marienkirche fast völlig ausgebrannt war. Zwischen 1945 und 1949 wurde sie wieder hergerichtet. Ähnliches gilt für die ganze Altstadt, die im Krieg schwer beschädigt wurde. Von den Bürgerhäusern rund um den Marktplatz etwa waren nur noch die Fassaden übrig geblieben.
Auf dem Luftbild ist die Südfassade der Kirche zu sehen. Beherrscht wird sie von den vier reich verzierten Giebeln mit ihren Satteldächern. Auffällig sind auch die hohen, nach oben rund zulaufenden gotischen Fenster.
Zusammen mit der Stadtwaage, deren großzügige Treppengiebel links neben der Kirche zu sehen sind, und dem im 90-Grad-Winkel dazu liegenden Rathaus bildet die Kirche den charakteristischen Akzent des Marktplatzes, der zur östlichen Seite hin spitz zuläuft (im Bild rechts). Links oben ist die Bierstraße zu sehen. In der gegenüberliegenden Ecke ist die Hasestraße als Schlucht zwischen den roten Dächern zu erahnen.
Auffällig sind auch die unterschiedlichen Farben des Turms und des übrigen Kirchendaches. Bis vor wenigen Jahren war auch der Turmhelm grün gefärbt. Weil aber Risse im Dach festgestellt wurden, musste er saniert werden. Rund ein Jahr dauerten die Bauarbeiten, in denen das Kupferdach erneuert wurde. Bis auch die neue Deckung eine grüne Patina erhält, müssen noch einige Jahrzehnte über die Osnabrücker Dächer ziehen.
Das Motiv aus der Serie " Osnabrück aus der Luft betrachtet" ist ab sofort in den Geschäftsstellen der Neuen Osnabrücker Zeitung an der Großen Straße und am Breiten Gang zu bestellen, kann aber erst am Montag geliefert werden. Eine Aufnahme in der Größe 20 x 30 cm kostet 14 Euro, ein Abzug im Format 40 x 60 cm 26, 50 Euro.

Bildtext: Die Reformation kehrte im Jahr 1543 in die Kirche St. Marien ein. Heute bildet sie das Zentrum des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Osnabrück. Wer sich mit dem Gebäude befasst, erfährt auch viel über die Osnabrücker Geschichte.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
Anne Reinert


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