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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das Messing glänzt nicht
Zwischenüberschrift:
Ärgernis: Gedenkplatten sollen mit der Zeit verwittern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Messingplatten erinnern auf vielen Osnabrücker Urnengräbern an die Verstorbenen. Allerdings: Nach ein paar Jahren ist der Glanz des Messings dahin, die Inschrift wird unleserlich.
Genau darüber ärgert sich eine betagte Osnabrückerin, die ungenannt bleiben möchte: Die Inschrift müsse leserlich bleiben, schließlich lasse sich die Stadt ein Urnengrab mit rund 1200 Euro gut bezahlen.
Dieser Verwitterungsprozess der Schilder sei gewollt, erklärt Michael Reinel, Leiter der Friedhofsverwaltung. Das Metall sei für diesen Zweck so gut geeignet, " weil Messing die Witterung aufnimmt und so die Vergänglichkeit desLebens symbolisiert", erklärt er.
Die alte Dame ist mit dieser Antwort nicht zufrieden. Sie besteht auf glänzende Messingplatten. Bei den verwitternden Platten ist jedoch der Glanz mit Arbeit verbunden: Man müsse sie einmal in der Woche polieren, wenn man den Namen noch lesen wolle. Es gebe auch keine andere Möglichkeit, das Messing vor der Witterung zu schützen.
Seit 2006 gibt es auf den meisten städtischen Friedhöfen die Möglichkeit, sich in einer Urne auf einer Wiese oder unter einem Baum bestatten zu lassen. Ein Messingschild zeigt den Namen und die Daten an. " Gräber ohne Pflege" werden diese Gräber offiziell genannt. Die Angehörigen könnten sich zwar die Art der Beisetzung aussuchen. Aber das Material der Grabstätten geben die Friedhöfe vor, um ein einheitliches Bild zu wahren. Die Friedhofsverwaltung bemühe sich darum, in Materialfragen möglichst nah am Lebensraum der Verstorbenen zu bleiben. So sind die Grabplatten der Urnengemeinschaftsanlagen aus Ibbenbürener Sandstein geschlagen. Hier werden die Namen in Stein gemeißelt.

Bildtext: So vergänglich wie das Leben ist auch die Messingplatte mit Gravur. Und das gefällt nicht jedem.

Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
mweb


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