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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Visitenkarte der Stadt
Zwischenüberschrift:
Bahnhofsplatz im Wandel vom Park zum Verkehrsknotenpunkt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Eine Parkanlage zierte um 1930 den Vorplatz des Osnabrücker Hauptbahnhofes. Reisende konnten über Rasenflächen flanieren oder sich im Schatten der Bäume ausruhen, um sich die Wartezeit auf den nächsten Zug zu versüßen.
Von Marie-Luise Braun
Osnabrück. Seit im Jahr 1895 der Hauptbahnhof eröffnet worden war, ist der heutige Theodor-Heuss-Platz immer wieder umgestaltet worden. Das Gelände um den Bahnhof war zunächst nur wenig bebaut. Erst später wurden im Bereich zwischen Bruchstraße, Pottgraben und Petersburger Wall Wohn- und Geschäftshäuser errichtet.
Zum Zeitpunkt der historischen Aufnahme war der Vorplatz in mehrere, von Buchsbaumhecken umsäumte Grünflächen unterteilt, auf denen Bäume wuchsen. Um den Platz herum führte eine mit Kopfstein gepflasterte Straße.
Während des Zweiten Weltkriegs war der Bahnhofsvorplatz von Splittergräben durchzogen. Sie sollten Reisenden und Soldaten Schutz vor Angriffen bieten.
Nach 1945 wandelte sich der Platz nach und nach: Der Busbahnhof wurde ausgebaut, das Hotel Hohenzollern erhielt einen Erweiterungsbau. Und mit dem Bau eines Hochhauses erhielt der Platz ein Gesicht, " das schon ein wenig den Charakter einer Großstadt trägt", wie es im Oktober 1962 im " Osnabrücker Tageblatt" stand.
Zu diesem Zeitpunkt war gerade mit dem Umbau des Vorplatzes nach den Plänen von Professor Schlums begonnen worden. Diese hatten zum Ziel, dem wachsenden Verkehr der Stadt gerecht zu werden. So wurden vornehmlich die Straßen verbreitert: " Vielen Osnabrückern dürfte es leid tun, daß es jetzt endgültig Abschied zu nehmen gilt von jedem belebenden Grün", klagte die Zeitung. Lediglich ein Baum sollte auf dem Platz stehen bleiben. Hier war nun großstädtisches Flair für die " neue Visitenkarte der Stadt" gewünscht.
Anfang der 1980er Jahre wurden erneut Pläne für den Platz entwickelt. Er sollte Anliegern und Passanten besser gerecht werden, darunter der Bahn, der Bundespost, den Verkehrsbetrieben, den Fußgängern, Rad- und Autofahrern und den Taxiunternehmen.
Im Jahr 2000 wurde der Platz grundlegend neu gestaltet. Drum herum entstanden neue Gebäude wie die Post oder das Kinozentrum samt Parkhaus. Dabei teilten die Planer den Platz für den Auto- und den Busverkehr neu auf. So sollte er die erwarteten Besucherströme der Expo 2000 besser aufnehmen können.
Seither befindet sich ein großes Wasserbecken am westlichen Ende des Platzes, im Süden warten Fahrradständer auf sportliche Verkehrsteilnehmer und Taxen auf Kundschaft, und ein Dach aus Glas und Stahl schützt Passagiere am Busbahnhof.

Bildtexte:

1) Wie ein Park präsentierte sich der Platz vor dem Osnabrücker Hauptbahnhof um 1930. Damals hat Rudolf Lichtenberg diese Aufnahme angefertigt. Rechts mündet die Bruchstraße ein. Das Foto haben wir dem Buch " Alt-Osnabrück" entnommen. Erschienen ist es im Verlag H. Th. Wenner.

2) Straßenpflaster mit grafischen Elementen statt grüner Wiesen prägt heute den Bahnhofsvorplatz.

Foto: Jörn Martens
Autor:
Marie-Luise Braun


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