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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Einkaufsmeile ohne "Anker"?
Zwischenüberschrift:
SinnLeffers will Filialen schließen – Folgen für die Johannisstraße wären gravierend
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Mitarbeiter von SinnLeffers werden heute mit einem flauen Gefühl in der Magengegend zur Arbeit gehen. Die traditionsreiche Modekette befindet sich in einer schweren Finanzkrise und will sich offenbar von mehreren Filialen trennen. Ob auch die Osnabrücker Niederlassung von den Schließungsplänen betroffen ist, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen.
Von Arne Köhler
Osnabrück. Auf Nachfrage unserer Zeitung verwies eine Unternehmenssprecherin lediglich auf eine Pressekonferenz, die heute um 12 Uhr in einem Dortmunder Hotel beginnen soll. Ob dabei bereits eine Streichliste vorgelegt wird, ließ sie offen.
Gegen eine Schließung des Osnabrücker Hauses könnte sprechen, dass erst im vergangenen Frühjahr die gesamte erste Etage aufwendig modernisiert worden ist.
Doch wie die Entscheidung der Deutschen Industrie-Holding, zu der SinnLeffers gehört, auch ausfällt: Die Krise des Unternehmens dürfte der seit Jahren schwelenden Diskussion um die Zukunft der Johannisstraße als Einkaufsmeile neue Nahrung geben.
Denn SinnLeffers gilt als einziger echter " Anker" der Johannisstraße. Mit diesem Begriff beschreiben Einzelhandelsfachleute größere Geschäfte, die innerhalb eines Einkaufsbereichs eine Magnetfunktion ausüben. Davon profitieren kleinere Läden und sind vielfach sogar davon abhängig.
Sollte SinnLeffers schließen, dürfte es schwer werden, einen entsprechenden Nachfolger zu finden. Denn der Schwerpunkt des Einzelhandels liegt seit dem Bau der Kamp-Promenade mehr denn je in der Großen Straße. Deutliches Zeichen: Neben einigen Filialisten und Fachgeschäften im vorderen Bereich haben sich an der Johannisstraße vor allem Ein-Euro-Shops und Imbisse angesiedelt.
" Man muss das nüchtern sehen: Die Johannisstraße wird nicht als Verlängerung der Fußgängerzone Große Straße wahrgenommen", sagte der damalige Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip bereits im Mai 2005 in einem Interview mit unserer Zeitung und forderte: " Der Bereich und das ganze Umfeld müssen anders entwickelt werden, zum Beispiel für Dienstleistungen, für die Bedürfnisse der Universität und für moderne Wohnungsangebote wie Stadthäuser. Dadurch zieht man neue Angebote für die Nahversorgung nach und stärkt die jetzigen Anbieter."
Möglicherweise werden heute in Dortmund Fakten geschaffen, die diese Forderung des früheren Stadtoberhaupts auf der politischen Tagesordnung wieder ganz nach oben bringen.
Mehr zum Thema
SinnLeffers-Insolvenz auf
Seite 7 (Wirtschaft).

Bildtext: Dunkle Wolken über der Johannisstraße: Der Filiale des Modehauses SinnLeffers könnte die Schließung bevorstehen.

Foto: Egmont Seiler
Autor:
Arne Köhler


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