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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Drei Fragen "Haustiere sind nicht jagdbar"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn Haustiere entlaufen und nicht wieder einzufangen sind, können sie ins Visier der Jäger geraten. Hängebauchschwein Harald musste deshalb erschossen werden. Dr. Peter Mohrbutter ist Rechtsanwalt und Prüfer im Fach Jagdrecht für angehende Jungjäger. Er erklärt, wann Jäger im Stadtbereich eingreifen dürfen.

Wann dürfen Jäger schießen?
Als Jäger darf man nur das erlegen, was dem Jagdrecht unterliegt. Ein Haustier beispielsweise ist nicht jagdbar. Bei konkreter Gefahr allerdings sieht das anders aus. Wenn die Polizei gerufen wird und feststellt, dass aufgrund des Tieres Gefahr in Verzug ist, muss sie die Interessen abwägen. Zum einen den Eigentumsschutz gegen den Schutz der Allgemeinheit, eine sogenannte Güterabwägung.

Wenn beispielsweise ein Tier entlaufen ist und tatsächlich Gefahr in Verzug ist, wie geht dann die Polizei korrekt vor?
Sie muss eigentlich zuerst den Besitzer des Tieres ermitteln. Wenn das nicht möglich ist und Personen- oder Sachschaden drohen, es also um eine Eilmaßnahme geht, bedarf es keiner Einwilligung des Eigentümers.

Wie ist das Eingreifen des Jägers rechtlich geregelt?
Es greift das Niedersächsische Sicherheiten- und Ordnungsgesetz. Danach muss die Polizei nicht alles persönlich machen. Wenn ihr die Mittel oder die Sachkenntnis fehlen, können Beauftragte aus der Bevölkerung hinzugezogen werden. Das heißt, dass auch ein Jäger hinzugerufen werden kann, so wie beim Hängebauchschwein-Fall in der letzten Woche. Es muss aber ein verhältnismäßiges und geeignetes Mittel eingesetzt werden. In diesem Fall war das dann eben ein Jagdgewehr.

Bildtext: Rechtsanwalt Dr. Peter Mohrbutter.

Foto: E. Parton
Autor:
mweb


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