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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kompromiss nicht gewollt?
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Neue Mühle: Weg frei für die Fische" (Ausgabe vom 16. Juli).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass im Herbst der Einbau eines Fischpasses an der Neuen Mühle beginnt. Im Hinblick auf Kritiker der Fischtreppe wird folgende Aussage gemacht: Sie bemängeln den hohen Wasserabfluss durch die jetzt gewählte Lösung, die eine wirtschaftliche, klimafreundliche Wasserkraftnutzung unmöglich mache.′ Wie hoch der Wasserabfluss für die Fischtreppe ist, wird nicht erwähnt.
Grundsätzlich widersprechen sich Fischaufstiegsanlagen und Nutzung der Wasserkraft für eine umweltfreundliche Stromerzeugung nicht. So wird zum Beispiel in Nordhorn an der Vechte ein Borstenfischpass mit einem Durchfluss von nur 300 Litern pro Sekunde betrieben und gleichzeitig Strom produziert. Tatsächlich kann man mit noch weniger Wasser auskommen. So weist ein Konzeptpapier der Universität Gesamthochschule Kassel vom 9. September 2000, verfasst von dem im Artikel erwähnten Dr. Hassinger, darauf hin, dass ein Borstenfisch-Kanupass mit 180 Litern pro Sekunde betrieben werden kann. Während der jahrelangen Gespräche mit der Stadtverwaltung über die Wasserkraftnutzung an der Pernickelmühle haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass an diesem Standort bei Einbau eines solchen Borstenfisch-Kanupasses mit 200 bis 250 Liter Wasserdurchfluss pro Sekunde der wirtschaftliche Betrieb einer Wasserkraftanlage zur Stromerzeugung möglich ist, da die Hase im Jahresmittel dort eine Wassermenge von etwa 2300 Litern pro Sekunde führt.
Aus nur dem Fachbereich Grün und Umwelt bekannten Gründen hat die Stadtverwaltung diesen Vorschlag lange Zeit nicht prüfen lassen. Erst als es unumgänglich wurde, ergab eine Stellungnahme vom Niedersächsischen Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz im März 2007, dass nach Auffassung des Amtes 250 Liter Wasserdurchsatz pro Sekunde für den Fischpass zu wenig seien. Diese Aussage steht im Widerspruch zu dem oben genannten Konzeptpapier von Dr. Hassinger und zu Erfahrungen an anderen Standorten. Dennoch war dieses Papier die Basis für die Ablehnung des Vorhabens zur Reaktivierung der Pernickelmühle für Zwecke der Erzeugung umweltfreundlichen, CO2 - freien Stroms. Es hat sich seit Beginn der Gespräche mit der Stadtverwaltung in 2003 der Eindruck aufgedrängt, dass kein Kompromiss zwischen Stromerzeugung und Durchgängigkeit für Fische und andere Lebewesen gesucht wurde, sondern immer der Wunsch im Vordergrund stand, die Wasserkraftnutzung zu verhindern. Und dieser Eindruck besteht auch heute noch."


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