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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Rauchzeichen steigen auf
Zwischenüberschrift:
In kleinen Kneipen stehen wieder Aschenbecher auf der Theke
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das Bundesverfassungsgericht hat das strenge Rauchverbot in Einraumkneipen gekippt. Aber bei Osnabrücker Gastronomen wurde deshalb gestern dennoch nicht gejubelt: " Wer weiß schon, was die Politiker sich jetzt wieder ausdenken werden?", sagte Maria Meinert vom " Schmalen Handtuch" gestern.
Die jetzige Situation ist paradox: Nach dem Karlsruher Richterspruch ist zwar ein absolutes Rauchverbot denkbar. Solange aber Mehrraumgaststätten eigene Raucherzimmer anbieten, müsse bei Einraumkneipen aus Gründen des Wettbewerbsschutzes das Rauchen möglich sein, so die Richter.
Daraus folgerte auch für Niedersachsen Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann Handlungsbedarf: In engen Grenzen, so hieß es in Hannover, werde das niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz außer Kraft gesetzt und spätestens bis Ende 2009 novelliert. Einstweilen gilt jetzt eine Übergangsregelung. Danach ist für Einraumkneipen unter 75 Quadratmeter der Weg zur ausgewiesenen " Raucherkneipe" offen.
Er werde schon mal auf Wunsch der Gäste wieder Aschenbecher auf die Theke stellen, sagte dazu " Peitschen"- Wirt Sebastian Heukamp hinter dem Heger Tor. Obwohl selbst starker Raucher, sei er sogar durchaus für ein Rauchverbot gewesen, sagte er weiter: " Die Luft ist ja besser geworden." Allerdings gelte nun mal der Wettbewerb auch in seiner Branche: " Die Gäste wollen ja nach wie vor zum Bier auch rauchen." Ansonsten setzt Heukamp auf Toleranz: " Wir sind doch alle erwachsen."
Aufatmen auch bei Maria Meinert im Schmalen Handtuch über die Entscheidung in Karlsruhe: Der Gesetzgeber müsse eben Ausnahmen für die kleinen Kneipen um die Ecke zulassen oder statdessen alle Einschränkungen aufheben. Sie sei jedenfalls froh über die Lockerung des Verbotes: " Dafür gibt es unter unseren Gästen eben zu viel Raucher." Und die wollten nicht unbedingt wegen einer Zigarette vor die Tür geschickt werden: " Die alte Regelung war schon geschäftsschädigend" , findet sie.
Mindestens eine kleine Kneipe in Osnabrück hatte zwischenzeitlich vor dem Rauchverbot kapituliert: Gisela Werremeier drehte im Dezember hinter der Theke im " Kleinen Lord" an der Krahnstraße endgültig den Zapfhahn um.

Bildtext: Holt schon mal die Aschenbecher wieder hervor: " Peitschen"- Wirt Sebastian Heukamp setzt auf Toleranz bei seinen Gästen.

Foto: Hermann Pentermann
Autor:
fhv


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