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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Den Dickmachern auf der Spur
Zwischenüberschrift:
Ampelkarte hilft beim privaten Einkauf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viel Salz. Entsprechende Nährstoff-Anteile werden in Großbritannien mit den Ampelfarben Grün, Geld und Rot gekennzeichnet. Die deutschen Lebensmittelhersteller sträuben sich dagegen. Die neue Ampel-Checkkarte hilft weiter.
Wir machen die Probe und kaufen mit der Checkkarte ein. Der leckere Joghurt-drink mit 0, 1 Prozent Fett wäre genau das Richtige bei dieser Hitze. Doch siehe da: Für den Zuckergehalt gibt es einen dicken roten Punkt. 74 Kalorien stecken in 100 Gramm. Aber in der Flasche sind 500 Gramm. Zusammen sind das 370 Kalorien fast das Doppelte von den erlaubten 200 Kalorien für das zweite Frühstück.
Bei Kartoffelchips gibt es den roten Punkt für Fett. Auch bei den " Leichten": 24 Gramm Fett auf 100 Gramm. Eine Portion ist erlaubt: 25 Gramm! " Aber wer isst nur 25 Gramm Chips?", fragte Annette Lieber, Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale Osnabrück.
Eine ähnliche Irreführung gibt es bei Tiefkühlpizzen: Die dort angegebenen Nährwerte beziehen sich auf eine halbe Pizza. Wer eine Pizza in den Ofen schiebt, sollte vorher einen zweiten Gast zum Essen bitten.
Generell gilt: Wer mit der Ampel-Checkkarte einkauft, darf sich nicht von Portionsangaben verwirren lassen. Die Ampelkennzeichnung auf der Karte bezieht sich auf jeweils 100 Gramm, nicht auf die halbe Pizza oder die 25 Gramm Chips.
Aber das gesunde Knuspermüsli wird doch erlaubt sein? Doch hier schlägt der Zuckeranteil mit einem roten Punkt zu Buche. Fett- und Salzanteile bekommen auch nur einen gelben Punkt für den mittleren Wert. Die Flocken für Fertigmüsli werden oft in einem Zucker-Fett-Gemisch geröstet, damit sie knusprig werden.
" Die werben mit einer Selbstverständlichkeit", sagt Liebner vor der Tüte mit den Fruchtgummis. Klar, die sind " fettfrei", aber 71 Gramm Zucker auf 100 Gramm (die halbe Tüte) bedeuten einen roten Zuckerpunkt. Die empfohlene Tagesdosis Zucker liegt bei 50 Gramm.
Ein Einkauf mit der Ampel-Checkkarte ist nicht immer leicht. Erschwert wird der Abgleich der empfohlenen Nährwerte mit den Angaben auf der Verpackung oft durch die winzige Schrift und unvollkommene Angaben. Der Vergleich schärft aber die Sinne beim täglichen Einkauf. Dabei geht es nicht um die Traumfigur, sondern um gesundes Essen.
Die Ampel-Checkkarte mit mit Erläuterungen ist kostenlos erhältlich bei der Verbraucherzentrale Osnabrück, Große Straße 67, Internet: www.verbraucherzentrale-ampelcheck.de

Bildtexte:

1) Kritischer Blick auf die Nährwerte. Annette Liebner ist Ernährungsberaterin. Die Ampel-Checkkarte ist für sie nur eine Zwischenstation: Alle Lebensmittel sollten nach dem Wunsch der Verbraucherzentrale gekennzeichnet sein.

2) Zu viel Zucker im Müsli: Die Ampel-Checkkarte macht das deutlich.

Fotos: Thomas Osterfeld
Autor:
S.


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