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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Schlips und Kragen sind anstrengend"
Zwischenüberschrift:
Paula Print führt Exklusiv-Interview mit dem Oberbürgermeister
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die erste Kinderstadt in Osnabrück ist Geschichte. Am Samstag schloss sie ihre Pforten. Paula Print sprach exklusiv mit dem jungen Oberbürgermeister Florian Herzog und sah sich um.
Mit dem Spruch " vom Herzog zum Oberbürgermeister" hatte sich der zehnjährige Florian von den 100 Bürgern der Kinderstadt in sein Amt wählen lassen. Am Samstag dankte er den etwa 40 Helfern und den Ideengebern für ihre Arbeit und verkündete offiziell das Ende der Kinderstadt. In seiner viertägigen Amtszeit wurde aus dem zehnjährigen Jungen ein verantwortungsbewusstes Stadtoberhaupt.
" Ich habe mich durch die Aufgabe verändert. Und ich weiß jetzt, wie man mit anderen Leuten umgehen muss", erzählte Florian Paula Print. Florian kommt nach den Ferien in die 5. Klasse der Ursulaschule und will dort als Schülersprecher tätig sein. Die vier Tage seiner Amtszeit waren anstrengend, gestand Florian Paula Print. Es gab viel Rennerei, er musste so manchen Streit schlichten, prüfen, ob die Preise für die Waren zu teuer waren und viele andere Probleme lösen. Ganz im Vertrauen sagte er der Zeitungsente: " Am anstrengendsten war es aber, immer Schlips und Kragen zu tragen."
Anstrengend war es auch für die rund 40 Helfer, die die Kinder vier Tage lang betreuten. Rosa Jünemann und Karin Wank vom Kinderbüro hatten das Konzept für die Kinderstadt entworfen. Sie waren begeistert und überrascht von den Bürgern der Kinderstadt. " Die Kinder haben Verantwortung übernommen", sagte Rosa Jünemann. " Das Klassenziel wurde erreicht. Vorgabe war, dass Kinder lernen sollten, wie eine Gesellschaft funktioniert. Das hat geklappt", ergänzte Karin Wank. Die Kinder haben das Leben und die Arbeit in ihrer Stadt und deren 25 Betrieben und Ämtern überwiegend allein organisiert und bewerkstelligt. Sie haben auch Waren für den Eigenbedarf und für den öffentlichen Markttag am Samstag produziert.
So wurden Essen und Getränke, aber auch Schmuck, selbst gemachte Nutella und eine CD mit dem Kinderstadt-Rap von den Quasselstripes verkauft. Dazu gab es ein Bühnenprogramm mit Zauberei und einer Frisuren-Show. Jeder Besucher musste am Ortseingang der Kinderstadt 50 Cent Eintritt zahlen. Der gesamte Erlös des Markttages soll dafür verwendet werden, um im nächsten Jahr in den Ferien wieder eine Kinderstadt einrichten zu können. Karin Wank erzählte Paula Print, dass der Aufwand an Personal und Material auch eine Menge Geld gekostet hat. Die Berichte der Zeitung der Kinderstadt sind im Internet unter www.kinderstadt-os.de nachzulesen.
Über die Zukunft der Kinderstadt haben die Bürger am Samstagvormittag im Ratssitzungssaal im Rathaus geredet. Dort wurde auch hitzig darüber diskutiert, ob es eine Polizei in der Kinderstadt geben soll. " Dann muss es aber auch Räuber geben", meinte ein Mädchen. Das letzte Wort hatte wie auch im richtigen Leben der Oberbürgermeister. Er erzählte Paula Print: " Das mit den Räubern hätte zu viel Ärger gegeben. Was soll die Polizei machen? Die würden nur im Büro rumsitzen und dafür auch noch Geld kriegen. Da haben wir gesagt, das lassen wir lieber."
Bildtext: Rede und Antwort stand Oberbürgermeister Florian Herzog der Zeitungsente Paula Print. Die Bürgerinnen Rieke, Alicia, Lisa und Sophie hören interessiert zu. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tw


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