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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sägen mit der Kraft der Nette
Zwischenüberschrift:
Paula Print besucht die Nackte Mühle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. " Es klappert die Mühle am rauschenden Bach", heißt ein altes Volkslied. Paula Print lernte gestern mit vielen Kindern, dass die Sägemühle an der Nackten Mühle immer noch laut klappert.
Die Nackte Mühle in Haste gibt es seit fast 800 Jahren. Sie erhielt ihren Namen, weil sie nackt in der Landschaft stand und weder von Bäumen noch von Gebäuden umgeben war. Schon damals nutzten die Menschen die Wasserkraft der Nette. So heißt der Bach, der durch Haste fließt.
Die Wasserkraft nutzte gestern auch Sägemüller Rainer Schönlau. Um die Säge in Betrieb zu nehmen, musste er keinen Stecker in eine Steckdose stecken, sondern einen großen Hebel betätigen. Gemächlich setzten sich die Räder der Mühle in Gang, bis sie laut klapperten. Paula Print musste die Kinder anschreien, wenn sie mit ihnen reden wollte.
Auf dem Tisch der Säge lag ein halber Baum. Das etwa zwei Meter große Sägeblatt glitt langsam durch das Holz. Angetrieben wurde es von dem Wasser der Nette. 220 000 Liter flossen in fünf Minuten durch die Mühle und trieben die Säge an. " Das ist eine Kraft, die die Natur uns schenkt", meinte Rainer Schönlau. Die Kinder staunten. Sie hätten nicht gedacht, dass die Nette so viel Kraft hat. Sonst ist der ruhige nette Bach eher ein Tummelplatz für lahme Enten.
Paula Print wollte von den Kindern wissen, ob sie schon mal mit eigener Kraft gesägt haben. " Das ist ganz schön schwer", meinte Jasmin. Um die Kraft der Säge der Nackten Mühle zu erreichen, müssten 20 Kinder auf beiden Seiten der Säge arbeiten, meinte Mattis. Philipp fügte an: " Die müssen älter als acht Jahre sein und so stark wie wir."
Paula Print erfuhr, dass das Sägen nicht nur Kraft, sondern auch Geduld erfordert. Der Tischler, der das Brett bekommt, das aus dem Baum gesägt wurde, muss vier Jahre warten, bis es trocken ist. Da hat er ja genug Zeit, sich zu überlegen, was er daraus macht.

Bildunterschrift:

Da staunt die Ente, und die Kinder wundern sich: Sägemüller Rainer Schönlau zeigt die Kraft des Wassers.

Foto: Elvira Parton
Autor:
tw


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