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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In diesen Blüten steckt viel Liebe
Zwischenüberschrift:
Seltenes Glück: Agave blüht in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wie lange genau die Agave schon bei ihnen ist, können Hans-Klaus und Christa Wilschrey gar nicht mehr sagen. Mindestens 15 Jahre, schätzen sie. Sicher ist nur, dass sie sich bald von ihr verabschieden müssen. Denn nachdem die Pflanze jetzt prächtige Blüten bekommen hat, wird sie bald sterben. Natürlich nicht, ohne Samen für die nächste Agaven-Generation zu hinterlassen.
Mit dem Treiben der Blüte begann die Agave Paryii schon im letzten Jahr. Zwei Meter war sie hoch, als Hans-Klaus Wilschrey sie zum Überwintern in die Garage brachte. In diesem Jahr wuchs sie noch einen weiteren Meter, bevor sich die prächtigen Blüten entfalteten. " Das passiert in unseren Breiten recht selten", sagt der stolze Gärtner. " Und wir hatten vor vier Jahren mit einer zweiten Pflanze schon einmal Glück."
Nicht nur diese Agavenart gedeiht im Garten des Ehepaares. " Irgendwas blüht immer", sagt Christa Wilschrey. Rosen beispielsweise, Rhododendron, Azaleen, Apfelbäume, Tulpen oder einer der vielen Kakteen, die im Gewächshaus, in einem Beet an der Garagenmauer und auf der Terrasse stehen. " Ich habe mich immer schon für Kakteen interessiert", sagt Hans-Klaus Wilschrey. 1947 hat der damals 18-Jährige damit angefangen, sie zu sammeln. " Manche sind so groß wie ein Daumennagel und haben Blüten, die viermal so groß sind", sagt er. Das ist es, was ihn an diesen Pflanzen so begeistert.
Die Wilschreys hegen aber nicht nur ihre Kakteen. Zwei 100 Jahre alte Palmen, Familienerbstücke, haben sie beispielsweise aus ziemlich traurigem Zustand wieder zu Prachtexemplaren aufgepäppelt. " Da steckt viel Liebe drin", sagt Christa Wilschrey. Ebenso wie in den stattlichen Tomatenpflanzen, die in einem Kübel die Terrasse schmücken: Als winzige Pflänzchen hat Christa Wilschrey sie erst im Juni zufällig im Kompost entdeckt zu schade zum Liegenlassen, fand sie.
Der Garten ist nicht nur eine grüne Oase, sondern auch ein Platz für Erinnerungen. Kakteen aus Peru und aus Israel stehen im Gewächshaus, Glöckchen aus Nepal und Myanmar hängen auf der Terrasse. Neben den Pflanzen ist das Reisen eine Leidenschaft des Ehepaares. Ihr Garten zeugt von beidem.

Bildunterschrift: Riesig: Nach zwölf Jahren blüht diese Agave Paryii im Garten von Hans-Klaus Wilschrey.

Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
andi


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