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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Brücke 79 kommt zum alten Eisen
Zwischenüberschrift:
Kanalausbau geht weiter– Kosten von 13,9 Millionen Euro
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Kanalausbau geht weiter. Zwischen den Schleusen in Hollage und Haste wird in diesen Tagen eine Großbaustelle eingerichtet. Daran ändern auch die Überlegungen nichts, am Mittellandkanal in Bohmte einen neuen Hafen zu bauen.
Morgen soll die Brücke Nr. 79 (" Die Eversburg"), wo vor drei Wochen eine Bombe entschärft worden ist, von zwei Autokränen ausgehoben werden. Nach etwa 16 Monaten Bauzeit wird eine neue Brücke wieder die kürzeste Verbindung zwischen Eversburg und Pye herstellen. Die neue Brücke wird sich von den sieben im Zuge der Kanalverbreiterung ersetzten Brücken deutlich unterscheiden. Sie wird in Spannbeton als Rahmenbrücke ausgeführt. Kein Stahlbogen wird sie überspannen. Die topographischen Gegebenheiten mit dem Hochufer auf der Pyer Seite legen diese Bauart nahe, wie Brückenspezialist Martin Dummeyer vom Neubauamt für den Ausbau des Mittellandkanals erläutert.
Der Kanal wird nördlich der Brücke 79 am Westufer verbreitert, auf dem im vorigen Jahr alle Bäume gerodet wurden. Südlich der Brücke 79 wechselt die Ausbauseite auf das Ostufer. Dadurch kann der Wassersporthafen unbehelligt bleiben.
Mit Verbreiterung des Kanals von 25 auf 46 Meter wird die enge Kurve um den Ausläufer des Höhenrückens " Pyer Ding" zusätzlich aufgeweitet. Diese auch als " Großer Bogen" bezeichnete Stelle treibt manchem Ruder-Steuermann Schweißperlen auf die Stirn, wenn ein entgegenkommendes Frachtschiff sich diagonal durch die Kurve schiebt und dabei die ganze Breite des Kanals einnimmt.
Wo das Gelände eine landgreifende, schräge Böschung nicht zulässt, wird einseitig eine Spundwand gesetzt. Sie schaut nur wenig oder gar nicht aus dem Wasser, so dass Tiere an Land krabbeln können und das Ufer weiter naturbelassen erscheint.
Bert Dieme, beim Neubauamt zuständig für den Kanalausbau, erklärt, warum auch auf der nicht auszubauenden Seite der Leinpfad gesperrt werden muss: " Der Schraubenschlag der Schiffe nagt ständig an der Böschung. Irgendwann ist es dann mit Reparaturen nicht mehr getan, dann muss das Deckwerk erneuert werden." Unter Deckwerk verstehen die Wasserbauer Schüttsteine, Geotextilfilter, Oberbodenemulsion und Bepflanzung von Böschung und Leinpfad. Auch der neue Kanalquerschnitt die Sohle wird von drei auf vier Meter Tiefe ausgebaggert erfordert eine neue Uferbefestigung: " Sonst würde alles wegrutschen." Die Wasserbauer der Firma Bunte aus Papenburg hätten aber die klare Vorgabe, die Eingriffe in die Vegetation so gering wie möglich zu halten, sagt Dieme.
Die Sandsteinportale der Brücke 79 will die Kanalbauverwaltung dem Ruderverein und der Stadt zur Verfügung stellen. Die Portale sollen als Denkmal nahe der neuen Brücke postiert werden. Ansgar Westermeyer von der Denkmalpflege der Stadt äußerteüberdies die Idee, die Brückengeländer an der Süberweg-Brücke über das Gleis zur alten Steinbrecheranlage einzubauen.

Bildunterschrift: Morgen kommt der Kran und hebt die Brücke 79 aus den Fundamenten. Damit beginnt der nächste Schritt des Kanalausbaus zwischen den Schleusen in Hollage und Haste. Die Kosten: 13, 6 Millionen Euro.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
jod


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