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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gewaltiges Fundament hält neue Windräder
Zwischenüberschrift:
Fachleute erstellen zurzeit Gutachten für den Piesberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Im kommenden Jahr sollen zwei oder drei neue Windräder am Piesberg die Energieleistung der Gesamtanlage um rund 16 Millionen Kilowattstunden erhöhen. Das ist viermal so viel Strom, wie die bisherigen vier Windräder erzeugen .
Zurzeit sind alle nötigen Gutachten in Arbeit, die der Gesetzgeber hinsichtlich Untergrund, Lautstärke, Tierwelt und Anwohnerinteressen fordert. Dabei fließen Erkenntnisse aus der früheren Planung für die Bundesgartenschau mit ein, wie Marco Hörmeyer für die Stadtwerke erklärt, die die Anlagen betreiben werden.
Beispiel Bodengutachten: Ob die Bodenbeschaffenheit des Piesberg-Terrains, auf dem nach wie vor Karbonquarzit abgebaut wird, Standfestigkeit und Halt für die 150 Meter hohen Windgiganten bietet, ist entscheidend. Im Vergleich: Die vorhandenen vier Windräder sind gerade einmal halb so hoch. Für jedes neue Rad ist voraussichtlich ein etwa zwölf mal zwölf Meter breites Betonfundament notwendig, das eingegossen werden muss, erläutert Hörmeyer.
Noch einige Monate wird ein Gutachten zum Fledermausbestand in Anspruch nehmen. Am Piesberg leben mehrere der 16 in Osnabrück beheimateten Arten. Wie ist ihr Flugverhalten? Wie viele Tiere gibt es? Sie wurden im Frühjahr und werden noch einmal zur zweiten Hauptflugzeit im Herbst Tag und Nacht beobachtet. Auch während des Betriebs der Anlagen muss gewährleistet sein, dass es zu keiner Gefährdung der natürlichen Lebensweise der Tiere kommt.
Auch hinsichtlich Emissionsschutz und Schattenwurf entwerfen Fachleute in diesen Wochen Modelle zur möglichen Belastung der bewohnten Umgebung. Obwohl die unmittelbare Nähe des Piesbergs nur dünn besiedelt ist, spielt der Wirkungsradius eine Rolle: Mit rund 5000 Quadratmetern beträgt die von den Rotorflächen überstrichene Fläche etwa die eines Fußballplatzes, der sich sozusagen im Wind drehen würde. Die Umwälzung der Luft wird zudem die Luftströmung beeinflussen.
Zu klären seien schließlich auch technische und logistische Fragen: An welchen Stellen kann die Verkabelung der Anlage ober- und wo unterirdisch verlaufen? Lässt sich das Gestein überhaupt öffnen? Wegen der Größe der Anlagen können die Bauteile nicht mit einem Hubschrauber transportiert werden es bedarf geeigneter Fahrzeuge, um die Elemente auf den Berg zu schaffen.
" Erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, werden sich Stadtwerke, die Stadt, Naturschutzverbände und Anwohner zusammensetzen, um eine Umsetzung zu erreichen, die alle Interessen berücksichtigt", sagt Hörmeyer für die Stadtwerke. Erst dann werde das Planungsamt eine endgültige Änderung des Bebauungsplanes vornehmen. Damit die Windräder Ende 2009 ihre Runden aufnehmen können.

Weithin sichtbar sind die Windräder am Piesberg schon jetzt. Die neuen werden etwa doppelt so groß sein.

Foto: G. Westdörp
Autor:
kmoe


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