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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Neue Kinderklinik auf alten Fundamenten
Zwischenüberschrift:
Zuerst graben die Archäologen – Christliches Kinderhospital soll 2011 fertig sein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Das künftige Christliche Kinderhospital Osnabrück (CKO) wird auf alten Fundamenten ruhen. Die Archäologen graben sich zurzeit im Innenhof des Marienhospitals in den Boden dort, wo bis 2011 die zweitgrößte Kinderklinik Niedersachsens entstehen soll.
Die Grabungen sind das erste sichtbare Zeichen für den Bau des neuen Krankenhauses, das für Osnabrück und die Region " von überragender Bedeutung" sein wird, wie der Ärztliche Direktor des Kinderhospitals, Prof. Dr. Norbert Albers, sagt. Über 99 Prozent aller Patienten im Kinder- und Jugendalter werden dort später behandelt werden können. " Verlegungen nach Oldenburg, Münster oder Hannover werden dann zur absoluten Ausnahme", ergänzt Dr. Burkhard Rodeck, Chefarzt der Kinderheilkunde am Marienhospital.
Die Kooperation der beiden Kliniken hat Vorbildcharakter. Das Land Niedersachsen unterstützt den Bau mit 29 Millionen Euro. Die beiden CKO-Geschäftführer Rudolf Fissmann und Wilfried Siemering sehen darin den Lohn der gemeinschaftlichen Anstrengungen von Kinderhospital und Marienhospital, die zwei pädiatrischen Einrichtungen in Osnabrück ökumenisch zusammenzuführen.

Über 30 Millionen Euro
Mit dem Bau wird nach Ende der archäologischen Ausgrabungen im kommenden Jahr begonnen. Nach zwei Jahren Bauzeit soll das neue Kinderhospital 2011 in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten werden deutlich über 30 Millionen Euro liegen, so dass nach den Worten der Geschäftsführer weitere Gelder für die Finanzierung des Vorhabens erforderlich sind. Darüber hinaus sollen Spendengelder gesammelt werden, um kinderspezifische Ausstattungen zu ermöglichen, die nicht vom Land gefördert werden. Inzwischen wurde ein Förderverein aus der Taufe gehoben, der helfen soll, die Finanzlücken zu schließen.
Die neue Kinderklinik wird nach dem Entwurf der Architektengruppe Eggert und Partner aus Stuttgart verwirklicht, die im vergangenen Jahr den Architektenwettbewerb gewannen. Im Innenhof des Marienhospitals unweit des früheren Neustädter Rathauses wird eine fünfgeschossige Ellipse entstehen. Schon die Form soll signalisieren, dass es sich beim Christlichen Kinderhospital um eine eigenständige Einrichtung handelt mit direkter Anbindung aller Geschosse an das Marienhospital. " So können die diagnostischen und therapeutischen Zentraleinrichtungen und die Kompetenz aller medizinischen Disziplinen des Marienhospitals mitgenutzt werden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Chefärzte. Insbesondere sei eine enge Kooperation mit der geburtshilflichen Klinik vorgesehen.

Zimmer für Eltern
Das CKO wird 152 Betten für die voll- und teilstationäre Versorgung haben. Zehn der 152 Betten sind für Erwachsene vorgesehen, die an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose leiden. In dem Neubau sollen alle stationär behandlungsbedürftigen Kinder in einem kindgerechten Umfeld untergebracht und betreut werden. Auch an die Eltern ist gedacht, die ihre schwer kranken Kinder nachts nicht allein lassen wollen. Sie können im Haus übernachten. " Kleine Patienten brauchen nur kleine Zimmer", das sei früher die Devise gewesen, sagte Norbert Albers. Heute gilt das Gegenteil: Kinder brauchen größere Zimmer, weil sich auch die Eltern häufig und lange darin aufhalten.
Das heutige Kinderhospital am Schölerberg wird nach dem Umzug der Pädiatrie umgestaltet. Schwerpunkt wird die Kinder- und Jugendpsychiatrie sein.

Bildunterschriften:

1) Die Archäologen vermuten, dass es sich bei den freigelegten Fundamenten im Innenhof des Marienhospitals um Reste der ehemaligen Johannisschule handelt. An dieser Stelle soll das Christliche Kinderhospital entstehen.

Foto: Klaus Lindemann

2) Der Haupteingang des Christlichen Kinderhospitals Osnabrück (CKO) wird sich zur Johannisfreiheit öffnen. Das ellipsenförmige Gebäude soll als eigenständige Einrichtung wahrgenommen werden.

3) Der Innenhof wird entgegen ersten Plänen nicht überdacht, um Kosten zu sparen. Die Bausumme wird knapp über 30 Millionen Euro betragen. Die kindgerechte Einrichtung muss zum Teil aus Spenden finanziert werden.
Autor:
hin


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