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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mühle: Noch ist eine bessere Lösung zu finden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Mit großem Interesse verfolge ich die Berichterstattung über die geplanten Änderungen um Knollmeyers Mühle im Nettetal. Dabei habe ich großen Respekt vor dem privaten Vertragsrecht und dessen ordentlicher Wahrnehmung insbesondere das Recht des Eigentümers, auch auf eine geänderte Nutzung seines Eigentums. Aber heißt das auch, dass man mit seinem Eigentum machen kann, was man will? Vor allem, wenn es sich dabei um ein Ensemble mit einer solchen Vergangenheit wie die der Mühle im Nettetal, um eine der wenigen noch intakten und benutzten Wassermühlen im Norden Deutschlands handelt und wenn direkt oder indirekt sehr alte Staurechte davon betroffen sind? Was ist, wenn die Staurechte (und Pflichten) nicht mehr, wie in der Vergangenheit, sorgfältig und umsichtig wahrgenommen werden? Welche ökologischen und gegebenenfalls ökonomischen Folgewirkungen könnten damit verbunden sein? Welche wasserrechtlichen Auswirkungen haben unter anderem eine geänderte Nutzung für die Bewohner, den Wald und das Klima in der bisher so idyllischen Landschaft? Hat das dann touristisch perfekt erschlossene Nettetal auf längere Sicht überhaupt noch eine Zukunft? Wer will das dann noch sehen, denn Minigolfanlagen und Kletterwälder gibt es doch reichlich, jedoch so gut wie gar nicht in Verbindung mit einer funktionsfähigen Wassermühle in wenig veränderter Natur. Gibt es doch noch andere Wege, die die Interessen des Eigentümers und des jetzigen Betreibers verbinden? Hat man schon alle Möglichkeiten durchdacht, sind alle Bedenken und Anregungen eingeflossen? Noch sind alle Möglichkeiten offen, eine bessere Lösung zu finden. [. . .] Ich billige jedem das Recht auf Irrtum zu. Die Pflicht daraus aber ist auch, wenn man einem Irrtum unterlegen ist, weil man (noch) nicht alles bedacht hat oder neue Erkenntnisse oder Argumente vorliegen, sich noch einmal zusammenzusetzen, seinen Irrtum einzusehen und gemeinsam nach besseren Wegen zu suchen. Allerdings gehören Mut und guter Wille dazu."
Autor:
Gerd Diekherbers


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